BRANDENBURGER WASSERWIRTSCHAFT PLANT LEISTUNGSVERGLEICH

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40 Unternehmen und Verbände der brandenburgischen Wasserver- und –entsorgung wollen mit Hilfe eines Leistungsvergleichs zukünftig ihre Gebühren und Preise stabil halten. Dafür sollen bei-spielsweise die Trinkwassergewinnung und die Abwasseraufbereitung analysiert werden. Ziel ist es, von den besten Beispielen zu lernen und dadurch Wege zu finden, die Kosten zu stabilisieren oder gar zu senken, hieß es am 26. Januar im Potsdamer Haus des Wassers. "Es ist eine gute Chance, in der Wasserwirtschaft zu mehr Effizienz zu kommen." wertete der Vorsteher des an der Initiative beteiligten Wasserverbandes Strausberg-Elster, Henner Haferkorn, die Pläne. Es gelte, "Betriebsprozesse genauer unter die Lupe zu nehmen, um die Leistungsfähigkeit zu verbessern." Er rief die übrigen 60 Ver- und Entsorger des Landes auf, sich ebenfalls an dem Benchmarking zu beteiligen.Auf der Basis vorliegender Erfahrungen aus anderen Bundesländern sei ein Konzept entwickelt worden, mit dem die teilnehmenden Unternehmen 85 ausgewählte betriebswirtschaftliche und technische Kennzahlen mit geringem Aufwand eingeben können, so die Initiatoren auf ihrer Internetseite www.kennzahlen-bb.de. Das Projekt werde von einem Fachbeirat erfahrener Praktiker begleitet.Von Februar bis Juni 2010 sollen die Daten erfasst werden. Die Ergebnisse der Auswertung, innerhalb derer auch Workshops geplant sind, sollen in aggregierter und anonymisierter Form im Oktober veröffentlicht werden. Die teilnehmenden Unternehmen erhalten einen individuellen Ergebnisbericht, der alle steuerungsrelevanten Kennzahlen umfasst, "mit denen eine seriöse und belastbare Standortbestimmung  des Unternehmens durchgeführt und damit ein zielgerichteter Verbesserungsprozess eingeleitet werden kann." heißt es im Internet. Im Rahmen der Workshops sollen die Ergebnisse diskutiert und Ursachen für unterschiedliche Leistungsindikatoren identifiziert werden. Der BBU begrüßt die Initiative der Wasserwirtschaft ausdrücklich, stellt sie doch endlich einen ersten Schritt in die vom Verband bereits seit Jahren geforderte Richtung dar: Die Einführung eines Benchmarkings aller Ver- und Entsorger, um die Gebührengestaltung im Interesse der Verbraucher transparent zu machen. Ziel muss es sein, die Gebühren an den Kosten des am besten wirtschaftenden Unternehmens zu orientieren. Ob das nunmehr gestartete Projekt der Wasserwirtschaft diesem Ziel gerecht werden wird, wird der BBU kritisch beobachten und weiter über den Fortgang berichten.Nähere Informationen zu dem Projekt finden sich im Internet unter www.kennzahlen-bb.de.