Die Brandenburger erzeugen Jahr für Jahr weniger Müll. Die Hausmüllmenge reduzierte sich zwischen 1994 und 2004 von 288 auf 145 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Die seit Jahren rückläufigen Abfallmengen haben dazu beigetragen, dass der Bedarf an Deponien sinkt. Dies geht aus dem jüngsten Abfallbericht des Landes, den "Daten und Informationen zur Abfallwirtschaft 2004/2005", hervor.
Die vierte Ausgabe eines Abfallwirtschaftsberichts, der vom Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz herausgegeben wird, fasst Abfallbilanzen, Übersichten zu wichtigen Entsorgungsanlagen, Behördenadressen, relevante Rechtsvorschriften und Fachbeiträge zusammen.Danach werden alle Brandenburger, aber auch Berliner Restabfälle, in eigens dafür errichteten Anlagen im Land behandelt. Insgesamt stehen zwölf Restabfallbehandlungs- bzw. Ersatzbrennstoffaufbereitungsanlagen zur Verfügung. Weiterhin gibt es im Land drei thermische Anlagen mit einer Jahreskapazität von 700.000 Tonnen, in denen aus den Abfällen hergestellte Ersatzbrennstoffe eingesetzt werden. Weitere vier thermische Ersatzbrennstoffanlagen sollen in den kommenden zwei Jahren mit insgesamt rund 800.000 Tonnen Jahreskapazität in Betrieb gehen. Seit dem Jahr 2005 müssen Restabfälle wie Hausmüll und Gewerbeabfälle aufbereitet werden und dürfen nicht mehr - wie in der Vergangenheit - unbehandelt deponiert werden. Nach der Behandlung der Restabfälle, bei der stofflich und thermisch verwertbare Bestandteile abgetrennt werden, verbleiben noch 30 bis 40 Prozent der Müllmenge, die beseitigt werden müssen. Dadurch ist der Bedarf an Deponien deutlich gesunken. In 2005 wurden in Brandenburg 21 Siedlungsabfalldeponien geschlossen, bei weiteren neun Deponien wird der Betrieb nach Auslaufen einer Übergangsfrist im Jahr 2009 eingestellt. Dann werden nur noch fünf Siedlungsabfalldeponien weiter betrieben.Der Bericht kann kostenlos in der Pressestelle des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, Postfach 601150 in 14411 Potsdam (Telefon: 0331/ 866 7017 oder 7237, Fax: 0331/ 866 7018, E-Mail: pressestelle@mluv.brandenburg.de) bestellt werden