BRANDENBURGER ERFAHRUNGEN FLIESSEN IN EU-PROJEKT ZUR INNOVATIVEN FINANZIERUNG DER ENERGETISCHEN SANIERUNG VON GEBÄUDEN IN OSTEUROPA EIN

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Vom 14. bis zum 16. Februar 2006 hielten sich auf Einladung von CEBra – Centrum für Energietechnologie Brandenburg an der BTU Cottbus – Experten aus sieben Partnerländern in Cottbus und Lübbenau auf und informierten sich dabei auch über die Strategien der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft "Stadt Cottbus" e.G. und der WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald mbH. CEBra ist Teil eines Netzwerkes innovativer Unternehmen im Gebäudebereich unter der Leitung der IHK Cottbus. Innovationen des Partners GEMAG Gebäudemanagement Aktiengesellschaft zum Management von Fernwärmestationen wurden am 16. Februar 2006 am Brandenburger Platz 8 in Cottbus vorgestellt. Am 15. Februar wurde den Projektpartnern auf Einladung der WIS Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald mbH von deren Geschäftsführer Michael Jakobs die Sanierung eines Plattenbaus auf Niedrighausstandard in Lübbenau vorgestellt. Brandenburger Know-how und die Erfolge von MIR und Wohnungswirtschaft bei der Gebäudesanierung bilden nun den Hintergrund für eine weitergehende Zusammenarbeit mit den osteuropäischen Nachbarländern. Nicht zuletzt durch Kontakte zur Europäischen Bank für Wiederaufbau und zur EU werden auch weitere Chancen für Brandenburger Wohnungsunternehmen und das BTU-Know-how erschlossen. Hintergrund sind die Bemühungen der EU-Kommission, die Kyoto-Ziele zur CO2-Minderung zu verwirklichen. Dabei spielt der Gebäudebestand mit ca. 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs eine maßgebliche Rolle.In einem Projekt des SAVE-Programms wurden von Partnern aus Tschechien, Lettland, der Slovakei und Bulgarien detaillierte Szenarien für die Sanierung von Plattenbauten mit Reduzierung des Energieverbrauchs um 60 bis 90 Prozent entwickelt. Allein die Finanzierung der Investitionen stellt die neuen EU-Mitgliedsländer vor gravierende Probleme und führt damit zur Verhinderung von Arbeit in der Bauwirtschaft und bei der Abkopplung von Energieabhängigkeit. Einen Lichtblick stellt ein Programm der Europäischen Bank für Wiederaufbau (EBRD) in London für Bulgarien dar, mit dem Energie sparende Maßnahmen mit zinsverbilligten Krediten unterstützt werden. Gleichzeitig wird erwartet, dass der Erfolgsdruck bei der CO2-Minderung zunehmen wird und auch der Emissionshandel Investitionen in Energie sparende Maßnahmen im Rahmen von Joint Implementation Projekten unterstützen wird. CEBra wurde daher von den Partnern des o. g. Projektes gebeten, gemeinsam mit Experten aus Dänemark und den Niederlanden einen Antrag zur Entwicklung maßgeschneiderter Finanzierungsverfahren im Programm für Intelligente Energien Europas zu stellen. Nach Durchlaufen des Gutachterverfahrens im vergangenen Herbst wurde die CEBra GmbH nun mit dem Management des InoFin-Projektes in Höhe von 1,1 Mio. Euro beauftragt, "weil es einen klaren Markt für Finanzierungsverfahren gibt, der lebenswichtig für die Einführung von mehr Energieeffizienz und erneuerbaren Energieträgern in Europa ist."