Im Land Brandenburg setzte sich auch im Jahr 2010 die bereits seit dem Jahr 2001 anhaltende negative Bevölkerungsentwicklung weiter fort. Nach einer aktuellen Meldung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg lag die Bevölkerungszahl Brandenburgs am 31. Dezember 2010 bei rund 2.503.300 Personen. Das waren rund 8.300 Personen bzw. 0,3 Prozent weniger am Jahresanfang.
Die negative Bevölkerungsbilanz resultierte größtenteils aus dem Sterbeüberschuss von 8.940 Personen, d.h. die Zahl der Sterbefälle (27.894 Personen) war im Jahr 2010 höher als die Zahl der lebend geborenen Kinder (18.954).Dagegen wurde bei den Wanderungen erstmals seit 2004 wieder ein leicht positiver Saldo ermittelt. Rund 60.900 Personen sind im Jahr 2010 nach Brandenburg gezogen. Im Gegenzug verließen 60.300 Personen das Land. Per Saldo ergab sich dadurch ein Wanderungsgewinn von 600 PersonenGegenüber dem Ausland (+2.100 Personen) und Berlin (+1.700 Personen) konnte das Land Brandenburg einen Wanderungsgewinn verbuchen. Wanderungsverluste (-3.200 Personen) waren dagegen gegenüber dem übrigen Bundesgebiet (ohne Berlin) zu verzeichnen.Das Land Brandenburg ist seit Jahren von einer ausgeprägten regional gegensätzlichen demographischen Entwicklung gekennzeichnet. Während im Berliner Umland die Bevölkerungszahl stetig ansteigt, nimmt im weiteren Metropolenraum die Zahl der Einwohner immer weiter ab. Bis zum Jahr 2030 wird dort mit einem Rückgang um weit mehr als 300.000 Personen gerechnet. Den dadurch bedingten Wohnungsleerstand im weiteren Metropolenraum kann nur durch den fortgesetzten Abriss von überzähligen Wohnungen begegnet werden. Durch die fortgesetzten Kürzungen bei der Städtebauförderung und die verschleppten Entscheidungen bei der Altschuldenhilfe werden sich viele Unternehmen jedoch nicht mehr im erforderlichen Umfang am Stadtumbau beteiligen können. In der Folge droht schon in den kommenden Jahren eine zweite Leerstandswelle auf die Städte im weiteren Metropolenraum zuzurollen. Der notwendige Umbau der Städte wird dadurch gefährdet.
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