Rund ein Drittel aller Firmen verzeichnet einen Auftragsrückgang von bis zu zehn Prozent. Etwa ein Viertel der Berliner Firmen gibt darüber hinaus einen Auftragsrückgang zwischen zehn und 20 Prozent an, in Brandenburg sind dies derzeit nur rund drei Prozent. Perspektivisch rechnet ca. ein Viertel der Berliner Unternehmen mit einem Auftragsrückgang von mehr als 25 Prozent. In Brandenburg sind dies etwa 15 Prozent.
Dazu Dr. Manja Schreiner, Hauptgeschäftsführerin der Fachgemeinschaft Bau: „Um die Bauwirtschaft weiter am Laufen zu halten, ist es zwingend notwendig, dass die Auftraggeber in Berlin und Brandenburg – ob privat oder öffentlich – weiterhin ausschreiben. Genehmigungen und Anträge müssen darüber hinaus zügig bearbeitet werden.“
Dies scheint jedoch ein Problem zu sein, denn als größte Herausforderung gaben die befragten Berliner und Brandenburger Firmen fast einhellig fehlende Genehmigungen an. „Für die Bauwirtschaft ist es zwingend, die Erlaubnis der Behörden einzuholen, um mit einem Bau zu beginnen. Gerade in dieser größten Wirtschaftskrise nach dem 2. Weltkrieg ist es wichtig, dass die öffentliche Verwaltung funktioniert“, so Schreiner. „Die Bauwirtschaft ist aktuell noch nicht auf finanzielle staatliche Unterstützung angewiesen. Es gibt nur wenig Kurzarbeit. Damit das so bleibt und die Unternehmen auch weiterhin tausende Arbeitsplätze in Berlin und Brandenburg sichern können, benötigen wir eine äußerst flexible Verwaltungspraxis und die Behördenmitarbeiter Möglichkeiten, um verlässlich im Homeoffice arbeiten zu können.“
Die Ergebnisse der Umfrage finden Sie im Downloadbereich unter diesem Text.
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