BMWI: AUFSCHWUNG IN DEUTSCHLAND SETZT SICH WEITER FORT

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Wie das Bundeswirtschaftsministerium zur wirtschaftlichen Lage Deutschlands im November 2007mitteilt, hat sich der Aufschwung der deutschen Wirtschaft im dritten Quartal 2007 beschleunigt fortgesetzt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) habe sich preis-, kalender- und saisonbereinigt im dritten Quartal um 0,7 Prozent erhöht. Das Wachstum sei durch die Belebung der binnenwirtschaftlichen Aktivitäten getragen worden, der Außenhandel hingegen habe diesmal keinen Wachstumsbeitrag geleistet. Dagegen habe sich der Investitionsaufschwung kräftig fortgesetzt. Sowohl die Investitionen in Ausrüstungen als auch wieder in Bauten hätten zulegen können. Auch die sich weiter erholenden privaten Konsumausgaben hätten zum Wachstum beigetragen. Das konjunkturelle Umfeld habe sich aber mit der Immobilienkrise in den USA und den noch lange nicht bewältigten Verspannungen an den Finanzmärkten verschlechtert. Die weltwirtschaftliche Dynamik dürfte sich daher, ausgehend vor allem von einer sich schwächer entwickelnden US-Wirtschaft, etwas abschwächen, so die Einschätzung des BMWi. Gleichzeitig bremsten der starke Euro und die höheren Ölpreise die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland zusätzlich. Hinzu kämen mögliche Bremswirkungen der Tarifauseinandersetzungen zwischen GDL und Bahn AG. Dem stünden allerdings bislang robuste und sich eher festigende binnenwirtschaftliche Auftriebskräfte gegenüber, die sich auch aus der Beschäftigungsentwicklung speisten. Der Aufschwung dürfte sich demnach mit etwas geringerer Dynamik und gestiegenen Risiken fortsetzen.Der Aufwärtstrend des produzierenden Gewerbes habe sich im dritten Quartal mit einem Zuwachs um preis- und saisonbereinigt 2,1 Prozent im Vergleich zu einem etwas schwächeren zweiten Quartal (+0,3 %) beschleunigt fortgesetzt. Das produzierende Gewerbe bleibe damit eine tragende Säule des gesamtwirtschaftlichen Wachstums. Insbesondere von der Industrieproduktion seien maßgebliche Impulse ausgegangen. Aber auch die Erzeugung im Bauhauptgewerbe habe sich wieder gefestigt. Dabei habe sich die Erzeugung in der Industrie zuletzt im September nach einem starken August nur um 0,1 Prozent, im Bauhauptgewerbe dagegen um 0,7 Prozent erhöht. Die Vorjahresniveaus seien im August/September arbeitstäglich bereinigt in der Industrie um +6,7 Prozent über- und im Bauhauptgewerbe um 2,6 Prozent unterschritten worden. Die Aussichten für die weitere Entwicklung hätten sich allerdings leicht eingetrübt. Der private Konsum habe sich zwar noch nicht vollständig von den Auswirkungen der Erhöhung des Umsatzsteuersatzes zu Jahresbeginn erholt, der Erholungsprozess schreite aber voran. Die privaten Konsumausgaben hätten somit zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum im dritten Quartal beigetragen. Die Beschleunigung des Preisauftriebs, ausgelöst durch die Preisentwicklung von Mineralölprodukten und Nahrungsmitteln, habe aber für zusätzlichen Kaufkraftentzug gesorgt. Die Perspektiven für eine weitere Belebung des privaten Konsums blieben vor allem angesichts des nach wie vor lebhaften Beschäftigungsaufschwunges relativ günstig.Die Besserung am Arbeitsmarkt habe sich, gestützt auf den konjunkturellen Aufschwung, kräftig fortgesetzt. Nach einer Zunahme der Zahl der Erwerbstätigen um saisonbereinigt 39.000 im September habe die Erwerbstätigkeit mit 40,18 Millionen (Ursprungszahl, Inlandskonzept) erstmals die 40-Millionen-Grenze überschritten. Die Arbeitslosigkeit sei im Zuge der Herbstbelebung weiter kräftig zurückgegangen, insgesamt seien 3,434 Millionen Personen arbeitslos gemeldet, 650.000 weniger als im Vorjahr.