Mit einer Fachkonferenz zur urbanen Dimension des Klimawandels startete das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung am 7. Juni neun Modellprojekte, in denen bis 2012 kommunale Strategien zum Klimawandel in der Praxis erprobt werden. Durch die Integration von Klimaschutzmaßnahmen mit Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel soll eine klimawandelgerechte Stadtentwicklung vorangebracht werden.
Bei den Modellprojekten geht unter anderem um eine bessere Vernetzung - beispielsweise mit den Wetterdiensten - und Kooperation aller Akteure. Die Modellvorhaben befinden sich in Aachen, Karlsruhe, Bad Liebenwerda, Essen, Jena, Nürnberg, Regensburg, Saarbrücken und Syke.In einem zweiten Schwerpunkt geht es um die Entwicklung und Erprobung von Klimakonzepten für die Immobilien- und Wohnungswirtschaft. In fünf Pilotprojekten stehen vor allem Fragen der klimagerechten Planung und der Bewertung bzw. des Umgangs mit Risiken von Standorten und Immobilien im Mittelpunkt.Beide Forschungsschwerpunkte werden unter dem Dach des "Experimentellen Wohnungs- und Städtebau (ExWoSt)" vom BMVBS mit rund 1,3 Millionen Euro unterstützt.Bundesbauminister Ramsauer betonte zum Projektstart, dass die städtischen Räume in besonderer Weise vom Klimawandel und seinen Folgen betroffen seien. "Bereits heute verstärken sich Phänomene wie urbane Wärmeinseln. Wir werden es verstärkt mit Hitzeperioden, Extremwitterungen und Hochwasser zu tun bekommen." Da habe ganz konkrete Auswirkungen auf Gebäude und Infrastrukturen, auf die sich die Städte bedingt durch den langen Planungs- und Nutzungshorizont von Immobilien langfristig vorbereiten müssten. Die Ergebnisse der Versuchsreihe werden nach Abschluss der Forschung im Jahr 2012 der Öffentlichkeit vorgestellt, die auch über Zwischenergebnisse informiert wird.
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