Unter dem Titel "Altersgerecht Umbauen" fördert das Bundesbauministerium den Umbau von Wohngebäuden und Wohnquartieren. Die KfW-Bank stellt über ein gleichnamiges Programm Fördermittel zur Verfügung. In 20 Modellvorhaben werden Ideen und Konzepte in der Praxis erprobt und ausgewertet. Die GEWOBAG nimmt als einziges Berliner Unternehmen mit ihrem Projekt "Seniorenwohnhäuser – altersgerechte Anpassung und Vernetzung im Quartier" teil. Am 9.11. besuchte Bundesbauminister Peter Ramsauer das Projekt.
Der offizielle Startschuss für das Modellvorhaben, für das sich rund 100 Unternehmen aus ganz Deutschland beworben hatten, fiel im Mai 2010. Begleitend informiert das Bundesbauministerium mit einer neuen Broschüre über die Fördermöglichkeiten durch die KfW-Bankengruppe, die für den Abbau von Barrieren – zum Beispiel den Umbau von Bädern, Küchen, die Verbreiterung von Türen oder den Einbau von Aufzügen und Rampen genutzt werden können. Einen Überblick über diese Fördermöglichkeiten bietet auch die Förderfibel des BBU. Die Zinsen sind durch die Bundesmittel durchschnittlich zwei Prozent niedriger als der Marktzins. Dafür stellt das Bundesbauministerium jährlich 80 Millionen Euro bereit. Darüber hinaus gibt es auch Zuschüsse bis maximal 2.500 Euro. Dafür stellt der Bund weitere 20 Millionen Euro zur Verfügung."Seniorenwohnhäuser – altersgerechte Anpassung und Vernetzung im Quartier"Angesichts der zunehmenden Alterung der Gesellschaft sei es eine der größten Herausforderungen unserer Zeit, Häuser und Wohnungen den Bedürfnissen älterer Menschen anzupassen, sagte Bundesbauminister Peter Ramsauer anlässlich seines Besuches des GEWOBAG-Projektes im Westphalweg 7 in Berlin-Marienfelde. Dort ließ er sich von GEWOBAG-Vorstand Hendrik Jellema und dem beteiligten Architekturbüro Feddersen über den Projektstand informieren. Das 1968 errichtete Mariendorfer Seniorenwohnhaus entspricht nicht den heutigen Standards für altersgerechtes Wohnen. Daher untersucht die GEWOBAG, mit welchen Maßnahmen ein zumindest barrierearmes Wohnen mit Service für Mieter mit geringem Einkommen ermöglicht werden kann. "Mit der Teilnahme an dem Modellvorhaben verfolgen wir das Ziel, zunächst einzelne Gebäude und später ganze Quartiere zu schaffen, in denen ein selbstbestimmtes und altersgerechtes Wohnen möglich ist," sagt GEWOBAG-Vorstand Hendrik Jellema. "Erfahrungen, die wir hier im Westphalweg und an drei weiteren Standorten sammeln, sollen auf den gesamten Bestand übertragen werden können." Eine zu entwickelnde Matrix mit baulichen Maßnahmen soll aufzeigen, welche Barrieren bei Modernisierungen jeglicher Art mit abgebaut werden können. Im Westphalweg hat die GEWOBAG zunächst eine bauliche Bestandsanalyse durchgeführt und daraus barrierearme Lösungen für eine Musterwohnung, einen neuen Gemeinschaftsraum und den Eingangsbereich abgeleitet. Dabei wurde versucht, so viele Bausteine des KfW-Programms wie möglich in Anspruch zu nehmen. Die Ergebnisse werden im nächsten Schritt den Bewohnern vorgestellt, auf Alltagstauglichkeit getestet und gegebenenfalls weiterentwickelt. Intensive Einbeziehung der Bewohner bei der Suche nach dem geeigneten Serviceangebot Neben den baulichen Maßnahmen untersucht die GEWOBAG die Nachfrage im sozialen Bereich. Dazu werden Bewohner, örtliche Akteure und Anbieter sozialer Dienstleistungen befragt. Konkret sollen Angebote aufgebaut werden, damit Mieter solange wie möglich in ihrer Wohnung und im vertrauten Umfeld wohnen bleiben können. Die Lösungssuche erfolgt auch hier vor dem Hintergrund, dass die Angebote für Menschen mit geringem Einkommen attraktiv sein müssen. Eine Kombination von ehrenamtlichem Engagement und professioneller Moderation ist angedacht."Wir begrüßen die Initiative der Bundesregierung und freuen uns, Teilnehmer dieses Modellvorhabens zu sein. Wir bewirtschaften 40 Seniorenhäuser mit 3.900 Wohnungen, die wir langfristig und sukzessive zukunftsgerecht an die Bedürfnisse der älteren Generation anpassen werden," sagt Hendrik Jellema und dankt den Kooperationspartnern Nachbarschaftsheim Schöneberg e. V. und dem Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg. Nach zweieinhalb Jahren werden die Untersuchungen an den vier GEWOBAG-Standorten abgeschlossen sein. Als Ergebnis soll eine solide Grundlage für Maßnahmen im gesamten GEWOBAG-Bestand verfügbar sein. Download der BMVBS-Broschüre
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18DD582_BMVBS_2010-11_Altersgerecht%20Umbauen%20Brosch%C3%BCre
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