BMVBS-FÖRDERPROGRAMM "PLUS-ENERGIE-STANDARD"

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Das Bundesbauministerium hat ein neues Förderprogramm für Modellhäuser aufgelegt, die den sogenannten "Plus-Energie-Standard" erfüllen. Dafür stehen zunächst im Jahr 2011 rund 1,2 Millionen Euro bereit. Mit dem Programm werden Bauherren unterstützt, die Gebäude errichten, die deutlich mehr Energie produzieren als für ihren Betrieb notwendig ist. Diese Energie soll insbesondere für die Elektromobilität zur Verfügung stehen. Das Förderprogramm gilt ab sofort und vorerst bis 31. Dezember 2011. Gegenstand der Förderung sind die planerische Nachweisführung für den "Plus-Energie-Haus-Standard" sowie die Planung und der Einbau der notwendigen Messtechnik (Sensoren) einschließlich einer Wetterstation, die Durchführung, Dokumentation und Auswertung der Messungen, die Auswertung der Kosten und der Effizienz des Technikkonzeptes – mit 100 Prozent der entstehenden Kosten, maximal jedoch 70.000 Euro, als nicht rückzahlbarer Zuschuss, die Erprobung noch nicht wirtschaftlicher Technologien bzw. von Technologien, die noch nicht dem Stand der Technik entsprechen – als Zuwendung in Höhe von 20 Prozent der Investitionskosten, höchstens jedoch 300 Euro je Quadratmeter Wohnfläche, als nicht rückzahlbarer Zuschuss im Wege der Anteilsfinanzierung.Die Förderrichtlinie und weiteren Unterlagen finden Sie in der Anlage oder unter www.forschungsinitiative.de.  Im Vorfeld der Förderrichtlinie hatten die wohnungswirtschaftlichen Verbände das BMVBS darum gebeten, in der Förderrichtlinie Mehrfamilienhäuser methodisch zu berücksichtigen und den Entwurf für die Definition und Berechnungsmethode für Plus-Energie-Häuser mit einer Variante "Mehrfamilienhäuser" zu versehen und dafür entsprechende Vorschläge unterbreitet. Diese Vorschläge wurden leider nicht aufgegriffen, so dass auch im Mehrfamilienhaus z. B. der Mieterstrom mit bilanziert werden muss und das zu fördernde Haus durchgängig mit Haushaltsgeräten der höchsten Energieeffizienzklasse auszustatten ist (in der Regel A++), obwohl der Gebäudeeigentümer im vermieteten Gebäude darauf kaum Einfluss nehmen kann. Obwohl der Fokus des Förderprogramms auf Ein- und Zweifamilienhäusern liegt, kann eine Umsetzung in einem kleineren neu zu errichtenden Mehrfamilienhaus trotzdem von Interesse sein.

Ansprechpersonen

 Kerstin Braun
Kerstin
Braun
Mitarbeiterin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
T +49 (30) 89781 - 122