Laut Pressemitteilung vom 12. Juni 2007 des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) stehen dem Netzwerk europäischer raumwissenschaftlicher Forschungsinstitute (ESPON) bis zum Jahr 2013 47 Millionen EUR für die beratende Forschung zur Verfügung. Die Mittelvergabe erfolge in einem europaweiten Wettbewerb. Am 12. und 13. Juni treffen sich rund 150 Vertreter des ESPON-Netzwerks aus ganz Europa in Bonn, um sich über die neue Förderphase des Programms bis 2013 zu informieren und über die neuen inhaltliche Schwerpunkte zu diskutieren.
"Städte und Regionen können die aktuellen Herausforderungen des demografischen Wandels der Bevölkerung, der Globalisierung und des Klimawandels nur meistern, wenn ihre Strategien auf wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen aufbauen", so der Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Dr. Engelbert Lütke Daldrup. Dazu bedürfe es der engen Kooperation von Politik und Forschung im Arbeitsalltag. Die bisherige Zusammenarbeit im ESPON-Netzwerk habe sich bewährt. So stützten sich die "Territoriale Agenda der EU" und die "Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt" auf die Forschungsergebnisse der ersten ESPON-Programmphase bis 2006. Auf beide Dokumente hatten sich die Minister für Stadtentwicklung und territorialen Zusammenhalt anlässlich ihres informellen Treffens in Leipzig Ende Mai 2007 als richtungsweisend für die zukünftige Entwicklung der Städte und Regionen Europas verständigt. Hier zeige sich der praktische Nutzen der wissenschaftlichen Zusammenarbeit, so Lütke Daldrup. Diese erfolgreiche Kooperation zwischen Politik und Forschung werde nun mit dem neuen ESPON-Programm fortgesetzt.