Am Ende des ersten Quartals 2010 lebten in Berlin 3.440.400 Menschen, das waren 2.200 bzw. 0,1 Prozent weniger als am Jahresanfang. Das Land Brandenburg zählte zum gleichen Zeitpunkt 2.508.900 Einwohner und damit rund 2.600 bzw. ebenfalls 0,1 Prozent weniger als drei Monate zuvor.
In Berlin wurde das Minus durch einen Sterbeüberschuss von 614 Personen sowie einen Wanderungsverlust von ca. 1.600 Personen herbeigeführt. Beim Wanderungsverlustes wirkt sich allerdings nach wie vor die Einführung einer persönlichen Steueridentifikationsnummer für jeden Bundesbürger im Jahr 2008 aus, durch die die amtliche Meldestatistik nach und nach um bereits in den Vorjahren weggezogene, aber nicht abgemeldete Personen bereinigt wird. In diesen Fällen nimmt die Meldebehörde sogenannte Abmeldungen von Amts wegen vor, die in der Bevölkerungsstatistik als Fortzüge verbucht werden. Die Zahl der Fortzüge ins Ausland lag im ersten Quartal 2010 somit bei fast 19.000 Personen, davon waren knapp 11.000 Fälle Abmeldungen von Amts wegen. Bei ca. 13.000 Zuzügen aus dem Ausland ergab sich ein Fortzugsüberschuss von 6.000 Personen. Hingegen gab es im Austausch mit dem übrigen Bundesgebiet weiterhin Zuzugsgewinne. Aus den alten Bundesländern gewann Berlin 3.100 Personen hinzu, aus den neuen Bundesländern gut 1.000. An sein Umland verlor Berlin 960 Einwohner.Für das Land Brandenburg stellt der gemeldete Bevölkerungsverlust um 0,1 Prozent eine leichte Abschwächung des bisherigen Trends dar. Damit hielt der seit 2001 zu beobachtende Bevölkerungsrückgang zwar weiter an. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres war der Bevölkerungsverlust mit einem Minus von 4.800 Personen bzw. -0,2 Prozent aber größer gewesen. Im ersten Quartal 2010 wurden in Brandenburg 4.006 Kinder geboren, das waren 34 Neugeborene mehr als im gleichen Quartal 2009. Andererseits sind 6.996 Brandenburgerinnen und Brandenburger verstorben, 366 Personen weniger als im Vergleichsquartal. Der daraus resultierende Sterbeüberschuss betrug 2.990 Personen, der somit niedriger als der des Vergleichszeitraumes 2009 ausfiel (3 390 Personen).Außerdem sind rund 14.000 Personen in den Monaten Januar bis März 2010 ins Land Brandenburg zugezogen, etwa 200 mehr als im Vorjahreszeitraum. Dem gegenüber haben 13.700 Personen das Land verlassen, das waren 1.600 Personen weniger als im ersten Quartal von 2009. Per Saldo ergab sich ein leichter Wanderungsgewinn von 300 Personen, während im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 1.400 Personen registriert worden war.Der höchste Zuzugsgewinn wurde mit ca. 500 Personen gegenüber Berlin erzielt, 300 Personen wurden aus den neuen Bundesländern hinzugewonnen. An die alten Bundesländer hat das Land Brandenburg 500 Personen verloren (im Vergleichsquartal waren es noch über 800 Personen gewesen).
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