Amtliche Bevölkerungsfortschreibung auf Basis des Zensus 2022
Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg hat am 22. Juni 2026 den aktuellen Bevölkerungsstand für das Land Brandenburg veröffentlicht. Hierbei handelt es sich um eine Bevölkerungsfortschreibung auf Basis des Zensus 2022, in der der Bevölkerungsbestand rechnerisch ermittelt wird, indem Geburten und Zuzüge addiert und Sterbefälle und Fortzüge abgezogen werden.
Brandenburger Bevölkerung schrumpft erstmals seit 2013 wieder
Am 31. Dezember 2025 betrug die amtliche Bevölkerungszahl für Brandenburg 2.551.889 Personen. Damit sank erstmals seit 2013 die Bevölkerung des Landes gegenüber dem Vorjahr (-4.858 Personen bzw. -0,2 %). Der Bevölkerungsrückgang setzt sich zusammen aus einem abnehmenden Wanderungsgewinn (+16.626 Personen) und einem Sterbeüberschuss von 21.248 Personen.
Innerhalb des Landes zeigten sich gegensätzliche Entwicklungen: Während das Berliner Umland ein leichtes Wachstum von 2.363 Personen (+0,2 %) auf 1.043.189 Menschen verzeichnete, sank die Einwohnerzahl im Weiteren Metropolenraum um 7.221 Personen (-0,5 %) auf insgesamt 1.508.700 Menschen.
Zunahme von Menschen mit ausländischem Pass
Die Zahl der deutschen Menschen im Land Brandenburg nahm auch im Jahr 2025 ab und sank auf 2.363.542 Personen (-9.116 Personen bzw. -0,4 %). Die ausländische Bevölkerung wuchs um 4.258 Personen (+2,3 %) auf insgesamt 188.347 Menschen. Damit ergibt sich ein Anteil der Deutschen an der Gesamtbevölkerung von 93 Prozent.
Insgesamt 175 verschiedene Nationalitäten lebten 2025 in Brandenburg. Nach den Deutschen waren Menschen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit am häufigsten im Land Brandenburg vertreten (27.559 Personen), gefolgt von 26.028 polnischen und 18.012 syrischen Staatsangehörigen.
Alle Landkreise und kreisfreien Städte verzeichneten sowohl Geburtendefizite als auch Wanderungsgewinne. Allerdings reichten die Zuwanderungsgewinne nicht überall, um die Bevölkerungszahl ansteigen zu lassen. Die Landkreise Barnim (+716 Personen), Dahme-Spreewald (+687) und die Landeshauptstadt Potsdam (+383 Personen) verzeichneten die größten Bevölkerungszuwächse. Deutlichste Bevölkerungsrückgänge wurden in den drei Landkreisen Spree-Neiße (-1.061 Personen), Oberspreewald-Lausitz (-1.049 Personen) und Uckermark (-1.010 Personen) registriert.
Bevölkerung altert weiter
Die Altersstruktur der Brandenburger Bevölkerung verschob sich weiter zugunsten der älteren Jahrgänge, so dass das Durchschnittsalter um 0,2 Jahre auf 47,7 Jahre stieg. Rund die Hälfte der Brandenburger sind zwischen 30 und unter 65 Jahre alt (47 %), 26 Prozent der Bevölkerung ist unter 30 Jahre alt, und die 65 Jährigen und älteren Personen machen einen Anteil von 27 Prozent an der Gesamtbevölkerung aus.
Von dem Anstieg des Durchschnittsalters waren alle kreisfreien Städte und Landkreise betroffen. Potsdam blieb mit 43,6 Jahren am jüngsten, die durchschnittlich ältestes Bevölkerung findet sich in den Landkreisen Spree-Neiße (50,6 Jahre), Elbe-Elster (50,2 Jahre) sowie Uckermark und Oberspreewald-Lausitz (jeweils 50,1 Jahre).
Der aktuelle statistische Bericht mit detaillierten Daten und Zeitreihen steht auf der Seite des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg als Excel-Datei und als PDF zum Download zur Verfügung.
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