Vertreter der großen, im Arbeitskreis "Stadtspuren" zusammengeschlossenen Potsdamer Wohnungsunternehmen haben massive Kritik an der Preisexplosion bei den städtischen Gebühren geübt. Dies berichtete die Märkische Allgemeine Zeitung. Die Stadt könne die Unternehmen und damit die Mieter nicht zur Melkkuh machen, betonte Ulf Hahn, Vorsitzender des Arbeitskreises und Vorstandschef der Wohnungsgenossenschaften "Karl Marx" Potsdam.
Die Vermieter legten Zahlen vor, nach denen sich in der Stadt die so genannten kalten Betriebskosten für eine 70 Quadratmeter große Wohnung in den letzten drei Jahren um 140 Euro verteuert hätten. Preistreiber seien dabei fast ausschließlich die städtischen Gebühren für Straßenreinigung, Müllabfuhr, Grundsteuer sowie Wasser und Abwasser. Und das Ende dieser Entwicklung sei noch nicht erreicht: So würde die angeführte typische Wohnung mit der Betriebskostenabrechnung 2005 um weitere 75 Euro teurer werden.Die Preistreibereien führten dazu, dass die Unternehmen vor ihren Mietern als Lügner dastünden. Modernisierungsumlagen seien stets damit begründet worden, dass durch sie im Gegenzug geringere Betriebskosten erreicht würden. Bis zum Ende der 90er Jahre habe dies auch gestimmt. Inzwischen allerdings seien die erzielten Einspareffekte aufgebraucht. Der Arbeitskreis fordere deshalb, in die Erarbeitung künftiger Gebührensatzung einbezogen zu werden, ebenso bei den Planungen zum Straßenbau.Diejenigen Kosten, die sie selbst beeinflussen könnten, wollen die Unternehmen weiter senken. So greife in diesem Jahr beispielsweise ein gemeinsames Pflegekonzept für die Außenanlagen der Waldstadt II.