Berlin – In Berlin wurden 2007 bei den Mitgliedsunternehmen des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) im Schnitt Betriebskosten in Höhe von 2,24 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und Monat abgerechnet. Das waren 13 Cent oder 6,2 Prozent mehr als 2006. "Hier schlägt die massive Erhöhung der Grundsteuer in Berlin voll durch", erläuterte BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt.
Den Betriebskostenzahlen des BBU liegt die Auswertung der abgerechneten Betriebskosten für 340.000 Berliner Wohnungen zu Grunde. Die Auswertung wird vom Verband jedes Jahr im Rahmen seines Betriebskosten-Benchmarkings vorgenommen. Öffentliche Hand größter KostentreiberDeutlich größter Kostentreiber war 2007 die Erhöhung der Berliner Grundsteuer. Die hierfür fälligen Beträge stiegen pro Monat und Quadratmeter um fünf Cent auf 0,26 Euro. Teurer wurden außerdem Müll und Straßenreinigung (+ 2 Cent auf 0,19 €) sowie Wasser (+ 1 Cent auf 0,48 €). Bei diesen Kostenpositionen handle es sich um öffentlich administrierte Preise. Burkardt: "Der Berliner Senat macht das Wohnen in Berlin teurer." Die Berliner BBU-Mitgliedsunternehmen hätten seit 1991 rund 20 Milliarden Euro in Instandhaltung und Modernisierung ihrer Bestände investiert. "Dass die Betriebskosten dennoch steigen zeigt, wie groß der vor allem auch von der öffentlichen Hand erzeugte Kostendruck ist", so Burkardt. Betriebskostenspiegel müssen vergleichbar seinBurkardt unterstrich die Bedeutung seriöser Betriebskostenspiegel. Bei der Ermittlung der Zahlen müsse die Wissenschaftlichkeit der Methode oberste Priorität haben. Dabei gehe es vor allem um eine ausreichend große Datenbasis. Außerdem sollten regionale Einflüsse angemessen berücksichtigt werden. Burkardt: "Sonst vergleicht man Äpfel mit Birnen und weckt bei den Menschen schlimmstenfalls falsche Erwartungen." Aus diesem Grunde erhebe der BBU jedes Jahr die Betriebskostendaten von rund 600.000 Wohnungen in Berlin und Brandenburg und werte sie auf Grundlage der "Geislinger Konvention" aus. Unter dem Dach des BBU sind 365 Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften der Länder Berlin und Brandenburg vereint. Die BBU-Mitgliedsunternehmen bewirtschaften gut 1,1 Millionen Wohnungen. Das sind über 40 Prozent aller Mietwohnungen in Berlin und fast 50 Prozent der Mietwohnungen im Land Brandenburg.