Besorgniserregende Baupreisentwicklung in Berlin

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Nach neuen Zahlen des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg stiegen im August 2014 die Preise für einzelne Neubaugewerke und Schönheitsreparaturen im Vorjahresvergleich bis zu fünfmal schneller als die allgemeine Inflation.

Wie das Amt mitteilt, lag der Preisindex für den Neubau von Wohngebäuden in Berlin im August 2014 um  +1,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Dabei stiegen die Preise für Ausbauarbeiten mit +1,9 Prozent stärker als die für den Rohbau (+1,6 Prozent). Die Preisentwicklung im Rohbau wurde vor allem durch deutliche Preiserhöhungen für Abdichtungs- (+3,9 Prozent) und Gerüstarbeiten (+ 3,4 Prozent), Zimmer- und Holzbauarbeiten (+ 2,8 Prozent) sowie  Erdarbeiten (+2,6 Prozent) bestimmt. Im Ausbau war die Preisentwicklung gegenüber dem Vorjahr in erster Linie auf deutlich höhere Preise für Heiz- und zentrale Wassererwärmungsanlagen, Wärmedämm-Verbundsysteme, Maler- und Lackierarbeiten (alle jeweils +3,0 Prozent) sowie Nieder- und Mittelspannungsanlagen (+ 2,7 Prozent) zurückzuführen.

Auch Schönheitsreparaturen in einer Wohnung verteuerten sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent, während die Instandhaltung von Wohngebäuden (ohne Schönheitsreparaturen) 2,3 Prozent mehr vor einem Jahr kostete. Zum Vergleich: Im selben Zeitraum  stieg das allgemeine Preisniveau in Berlin nur um 0,7 Prozent.

BBU-Vorstand Maren Kern äußerte sich besorgt über diese Preisentwicklung: „Investitionen in Neubau und Instandsetzung verteuern sich rasant. Statt über eine Mietpreisbremse sollte eher über eine Baukostenbremse nachgedacht werden."