Am 24. Oktober wurde im Rahmen der Baufachmesse Leipzig der Deutsche Bauherrenpreis Modernisierung 2007 in Verbindung mit einem Symposium "Anders wohnen in alten Häusern" verliehen. Auch in diesem Jahr hat der Wettbewerb ein breites Echo gefunden. Zusätzlich zu den zehn Preisträgern wurden von der Jury zehn besondere Anerkennungen vergeben, darunter auch an ein Mitgliedsunternehmen des BBU.
Zu dem von der Arbeitsgruppe KOOPERATION des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, des Bundes Deutscher Architekten BDA und des Deutschen Städtetages (DST) ausgelobten Doppelwettbewerb um die Deutschen Bauherrenpreise Modernisierung 2007 und 2008 (Neubau) sind 223 Projekte mit fast 13.000 fertig gestellten Wohnungen eingereicht worden. Aus den Reihen des BBU wurde die Wohnungsbaugesellschaft Marzahn mbH aus der DEGEWO-Gruppe mit einer besonderen Anerkennung für den Umbau von Wohngebäuden WBS 70 zum Pflege- bzw. Seniorenwohnen in Marzahn prämiert. Die Preise und Anerkennungen spiegeln eine breite Palette der Bestandserneuerung wider - von innovativen Vorhaben des Stadtumbaus bis hin zu vielfältigen Projekten der Stadtreparatur mit den Mitteln des Wohnungsbaus, so die Veranstalter. Besonders bemerkenswert am diesjährigen Wettbewerb sei erstens, dass auch Belange des Denkmalschutzes bei einer Reihe der ausgezeichneten Projekte eine wichtige Rolle spielten. Zweitens hätten nahezu alle ausgezeichneten Projekte demonstriert, wie die Modernisierung von Wohnhäusern im städtebaulichen Kontext gelinge – es sei den Bauherren und ihren Planern nicht nur um den Einzelbau, sondern um seinen Bezug zur Umgebung und um die komplexe Gestaltung ganzer Quartiere gegangen. Als dritte herausragende Besonderheit des diesjährigen Wettbewerbs hätten einige Projekte gezeigt, wie beim grundhaften Umbau von Wohnhäusern der 50er Jahre völlig neue Gestalt- und Nutzungsqualitäten entstehen können. Noch stärker als in früheren Wettbewerben habe viertens der erhöhte Anspruch an die energetische Sanierung im Bestand im Blickfeld der Jury gestanden. In historischen Wohnlagen stelle dabei die Vereinbarkeit der energetischen Maßnahmen mit den Ansprüchen an den Denkmalschutz eine besondere Herausforderung dar. GdW-Präsident Lutz Freitag hob in seinem Schlusswort diese spezielle Ausrichtung des diesjährigen Wettbewerbs hervor. Dabei würdigte er besonders, dass es gelungen sei, gute Wohnarchitektur mit tragbaren Kosten zu verbinden. Alle ausgezeichneten Projekte blieben im für Mieter aller Einkommensgruppen bezahlbaren Rahmen. Im Vorfeld der Preisverleihung fand das Symposium "Anders Wohnen in alten Häusern" statt. Auf dieser Gemeinschaftsaktion der drei in der Arbeitsgruppe KOOPERATION zusammenarbeitenden Organisationen GdW, Bund Deutscher Architekten und Deutscher Städtetag mit der Initiative "Kostengünstig qualitätsbewusst Bauen" des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung wurden zukunftsweisende Modelle des Wohnens in alten, modernisierten Häusern vorgestellt. Gezeigt wurde, dass "alte" Häuser – bedürfnisgerecht modernisiert – zukunftsfähig sind und neuen Wohnbedürfnissen bzw. Formen des Zusammenlebens ebenso entsprechen können wie Neubauten, sowohl beim Wohnen zur Miete als auch im Eigentum.Der GdW wird die Ergebnisse des Symposiums in einer gesonderten Dokumentation veröffentlichen, die Dokumentation des Deutschen Bauherrenpreises 2007 ist zu beziehen beim A+I Verlag, Hogenfelder Str. 4, 22457 Hamburg (Einzelpreis: 15,00 Euro zzgl. Versandkosten).