Bis ins hohe Alter zu Hause leben: Für die meisten Menschen in Deutschland ist das die bevorzugte Wohnform in der dritten Lebensphase. Die sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften degewo, GESOBAU, Gewobag, HOWOGE, STADT UND LAND und WBM sind intensiv damit befasst, wie sie – als Antwort auf den demografischen Wandel – den großen zukünftigen Bedarf an barrierearmen Wohnungen stetig erhöhen können. Mit Unterstützung des BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. haben die sechs städtischen Wohnungsbaugesellschaften nun eine Kooperationsvereinbarung mit der AOK Nordost unterschrieben, um ältere oder mobilitätseingeschränkte Mieterinnen und Mieter bei den damit verbundenen Umbaumaßnahmen zu unterstützen. Denn nur so haben sie eine Chance, bis ins hohe Alter in ihrer Wohnung zu bleiben.
Neben dem barrierefreien Zugang ins Wohnhaus und innerhalb der Wohnung ist ein wesentlicher Baustein für das lange Leben in den eigenen vier Wänden das barrierearme Bad. Schon seit Jahren unterstützen die Pflegekassen derartige Umbauarbeiten finanziell. Mit Inkrafttreten des Pflegestärkungsgesetzes I im Januar 2015 wurde dieser Beitrag noch erhöht. So können Mieterinnen und Mieter mit einer Pflegestufe von ihrer Pflegekasse einen individuellen Zuschuss in Höhe bis zu 4.000 Euro für Wohnraumanpassungen erhalten. Hier setzt die bundesweit einmalige Vereinbarung der städtischen Wohnungsbaugesellschaften mit der AOK Nordost an. Wer die Förderung für ein barrierearmes Bad beantragt und den Umbau nach den Standards gefördert bekommt, muss sich im Fall eines Auszugs um den Rückbau nicht mehr kümmern. Weiterer Vorteil: Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften übernehmen für die nachfolgende Instandhaltung die volle Verantwortung. Der BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen wird die weitere Umsetzung beratend begleiten.
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