BERLINER WIRTSCHAFTSLEISTUNG IM JAHR 2004 LEICHT GESTIEGEN

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Das Bruttoinlandsprodukt in Berlin stieg nach ersten vorläufigen Berechnungen im Jahr 2004 um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Das Berliner Bruttoinlandsprodukt, Indikator für die in Berlin erbrachte wirtschaftliche Leistung, übertraf nach Angaben des Statistischen Landesamtes Berlin im Jahr 2004 erstmals seit 2000 wieder leicht das Vorjahresniveau. Es stieg preisbereinigt um 0,4 Prozent auf 70,7 Mrd. Euro. Die Berliner Wirtschaft erhielt nur schwache Impulse von der allgemeinen konjunkturellen Belebung und blieb weit hinter dem bundesdurchschnittlichen Wachstum von 1,7 Prozent zurück.Wie das Statistische Landesamt Berlin weiter mitteilt, verzeichneten im vergangenen Jahr alle Bundesländer einen Anstieg der Wirtschaftsleistung. Die Spannweite der Wachstumsraten reichte von der Spitzenposition mit 2,3 Prozent - erreicht von Bayern und Sachsen - bis zum letzten Platz in der Länderreihe mit 0,4 Prozent in Berlin. Insgesamt fiel das Wirtschaftswachstum der neuen Bundesländer ohne Berlin mit 1,5 Prozent geringer aus als das der alten Bundesländer ohne Berlin, die 1,7 Prozent erzielten. Hier lagen die Zuwächse des Bruttoinlandsprodukts zwischen 2,3 Prozent in Bayern und 1,0 Prozent in Bremen, in den neuen Ländern ohne Berlin zwischen 2,3 Prozent in Sachsen und 0,8 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern.Zum leichten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts trugen in Berlin im Jahr 2004 rund 20.700 bzw. 1,4 Prozent (Deutschland: 0,3 Prozent) mehr Erwerbstätige als im Jahr zuvor bei. Die Zahl der Erwerbstätigen war in Berlin insbesondere auf Grund von Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik überdurchschnittlich auf 1.534.800 Personen gestiegen. Im Ergebnis ging die Arbeitsproduktivität - gemessen am preisbereinigten Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen - deutlich zurück (um 1,0 Prozent). Im Bundesgebiet nahm die Produktivität um 1,3 Prozent zu.Zur Entwicklung der Berliner Wirtschaft 2004 trugen die einzelnen Wirtschaftsbereiche in unterschiedlichem Maße bei. Das Verarbeitende Gewerbe wies erstmals seit der Wiedervereinigung ein positives Wirtschaftswachstum auf und steigerte seine Leistung um 2,3 Prozent. Deutschlandweit wuchs das Verarbeitende Gewerbe durchschnittlich um 5,1 Prozent (2003: + 0,2 Prozent). Wie schon in den Vorjahren war dabei der Leistungszuwachs in diesem Wirtschaftszweig in den neuen Bundesländern ohne Berlin höher (+ 9,6 Prozent) als in den alten Bundesländern ohne Berlin (+ 4,7 Prozent). Auch konnten die Dienstleistungsbereiche insgesamt mit Ausnahme des Gastgewerbes und des Kredit- und Versicherungsgewerbes 2004 wirtschaftlich wieder expandieren, nachdem in den beiden Jahren zuvor eine Leistungsverringerung in Kauf genommen werden musste. Schmälernd auf das Wachstum wirkten sich die Sparmaßnahmen im öffentlichen Sektor sowie das sich weiterhin stark rückläufig entwickelnde Baugewerbe aus.Diese vom Arbeitskreis "Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder" ermittelten Ergebnisse berücksichtigen neueste Berechnungen für die Jahre 2000 bis 2003. Die Werte des Jahres 2004 stellen erste vorläufige Ergebnisse auf Basis kurzfristig verfügbarer, aber noch unvollständiger Wirtschaftsdaten dar. Präzisierte Zahlen der Inlandsproduktsrechnung für 2004 werden Ende März 2005 veröffentlicht. Dann liegen insbesondere Ergebnisse für Wirtschaftsbereiche vor und zusätzlich Angaben zur Einkommensentwicklung.