Das Berliner Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahm im 1. Halbjahr 2008 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres preisbereinigt um 2,5 Prozent zu. Damit lag das Wachstum knapp über dem deutschen Durchschnitt von 2,4 Prozent. Die brandenburgische Wirtschaft wuchs mit 1,8 Prozent hingegen deutlich langsamer.
Das geht aus Zahlen hervor, die das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am 25. September veröffentlichte. Im Regionalvergleich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung aller Bundesländer finden sich Berlin im Mittelfeld und Brandenburg im unteren Viertel. Hauptträger des Wachstums war demnach in beiden Bundesländern das verarbeitende Gewerbe. Die Zuwachsraten liegen hier in Berlin und Brandenburg fast gleichauf. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die Bruttowertschöpfung in diesem Wirtschaftsbereich inflationsbereinigt in Berlin um 7,5 und in Brandenburg um 7,1 Prozent an. Bundesweit hatte das verarbeitende Gewerbe einen realen Wertschöpfungsanstieg von lediglich 4,4 Prozent. Inwieweit sich diese positive Tendenz auch im 2. Halbjahr 2008 fortsetzen wird, bleibe abzuwarten, so das Amt. Bautätigkeit in Berlin steigt um 24 ProzentDemgegenüber war in den Bereichen Bergbau und Energiewirtschaft Brandenburgs das Wachstum im Vergleich zum Bundesdurchschnitt unterdurchschnittlich. Auch das Wachstum des brandenburgischen Baugewerbes kann nicht an die Größenordnung der letzten beiden Jahre anknüpfen. Im Berliner Hoch- und Tiefbau, einem der Hauptgruppen des Baugewerbes, ist der bisherige Abwärtstrend deutlich gestoppt. Die Umsätze in diesem Bereich lagen rund 24 Prozent über dem Niveau des gleichen Vorjahreszeitraums. Es bleibe abzuwarten, inwieweit das zweite Halbjahr 2008 diesen Trend noch verstärke oder abschwäche. Die in Berlin zu beobachtende enorme Bautätigkeit hatte damit auch positive Auswirkungen auf die Berliner Baufirmen. CDU: In Berlin Rahmenbedingungen verbessernDie Berliner CDU forderte, dass die Rahmenbedingungen in Berlin verbessert werden müssten, sollte das Wachstum verstetigt werden. Angesichts des in der Vergangenheit über Jahre hinweg unterdurchschnittlichen Wirtschaftswachstums in der Stadt müsste der Senat sich stärker für die Ansiedlung neuer Unternehmen einsetzen. Nur auf diese Weise könne sicher gestellt werden, dass sich dauerhaft mehr Arbeitsplätze entstünden.