Berliner Möckernkiez-Genossenschaft kann weiterbauen

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Der Neubau des ehrgeizigen Kreuzberger Genossenschaftsprojekts "Möckernkiez" mit 471 geplanten Wohnungen stand über ein Jahr lang still. Am 26. Mai erreichte eine Finanzierungszusage die Mitgliederversammlung, die die Grundlage für die Wiederaufnahme der Bautätigkeiten im Juni legt.  

Nach einem im November 2014 verhängten Baustopp steht nun die Finanzierung für das 471 Wohnungen umfassende genossenschaftlichen Neubau-Projekt am Gleisdreieck-Park in Berlin-Kreuzberg. Dies verkündete der Aufsichtsratsvorsitzende Werner Landwehr den Genossenschaftlern auf der Mitgliederversammlung am 26. Mai 2016. „Uns liegt die Finanzierungszusage ohne Gremienvorbehalt eines Konsortiums aus deutschen Banken vor.“, so Vorstand Frank Nitzsche als Resümee der Mitgliederversammlung. Vorstand Karoline Scharpf ergänzt: „Damit kann der Generalunternehmer die Bautätigkeit kurzfristig schon im Juni wieder aufnehmen.“ Beide Vorstände dankten den Genossenschaftsmitgliedern für ihre vielfältige Unterstützung, ihr Vertrauen und ihre Geduld: „Denn nur durch den Rückhalt innerhalb unserer Mitgliedschaft kann dieses einmalige Bauvorhaben an exponierter Lage umgesetzt werden.“. Beide Vorstände sind überzeugt, dass diese Zusage dem aktuell laufenden Wohnungsvergabeverfahren weiteren Schwung verleihen wird, denn viele potenzielle Interessenten haben in der Vergangenheit ihre Wohnungsbewerbung von der Finanzierungszusage abhängig gemacht. Noch stehen 79 Wohnungen sowie sechs Studio-WG´s mit je vier Wohneinheiten für die Bewerbung von Mitgliedern und neuen Wohnungsinteressenten zur Verfügung.

Finanzierung steht

Nach dem Baustopp und einer grundsätzlichen Überprüfung aller Projektparameter ist es der Genossenschaft jetzt gelungen, ein Konsortium aus zwei Banken vom Modellvorhaben Möckernkiez und der Langfristigen Finanzierungs- und Unternehmensplanung der Genossenschaft zu überzeugen. Verwundert zeigt sich die Genossenschaft allerdings darüber, dass dem Konsortium kein in der Hauptstadt ansässiges Bankinstitut angehört.
Neben einem knappen Drittel Eigenkapital aus von den Genossenschaftsmitgliedern eingezahlten Geschäftsguthaben und Erlösen aus Grundstücksteilverkäufen erfolgt die Fremdfinanzierung durch
einen Mix von Bankdarlehen, zinsgünstigen KfW-Förderdarlehen, Nachrangdarlehen und Förderdarlehen von Mitgliedern. Die Laufzeiten der Darlehen besitzen in der Regel längere Zinsfestschreibungszeiträume zwischen 10 und 20 Jahren.

 

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Degen

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