BERLINER MIETSPIEGEL 2009: MIETSTEIGERUNG DEUTLICH UNTER INFLATIONSRATE

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Berlin – "Es ist ein großer Erfolg, dass der Mietspiegel 2009 erstmals wieder einvernehmlich von Vermieter- und Mieterseite anerkannt worden ist", so Ludwig Burkardt, Vorstandsmitglied beim Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU). "Damit leistet der Mietspiegel weiterhin einen wichtigen Beitrag zum fairen Interessenausgleich zwischen Vermietern und Mietern. Er schafft Rechtssicherheit und festigt den sozialen Frieden in Berlin. Das ist ein hohes Gut", so Burkardt weiter. Durch den Konsens zwischen Vermieter- und Mieterseite sei zudem die konsequente Weiterentwicklung des Instruments gelungen. Burkardt: "Die stärkere Gewichtung des energetischen Zustands von Wohngebäuden trägt der gewachsenen Bedeutung energetischer Aspekte Rechnung." Berliner Wohnungsmarkt entspanntDer neue Mietspiegel weist für Berlin zwischen 2006 und 2008 eine durchschnittliche Mietensteigerung um 0,8 Prozent pro Jahr aus. Damit lag die Steigerungsrate deutlich unter der Inflationsrate von jährlich durchschnittlich 2,5 Prozent. Burkardt: "Die Furcht vor dramatischen Mietsteigerungen in Berlin ist unbegründet. Die Diskussion über eine Begrenzung von Mietsteigerungen bei Neuvermietungen erübrigt sich damit ebenso wie die Frage, ob wir in Berlin einen Wohnungsmangel haben." Mietsteigerungen in einzelnen Marktsegmenten seien Folge einer weiteren Differenzierung der Angebots- und Nachfragestrukturen auf dem sich normalisierenden Berliner Wohnungsmarkt. Insgesamt bleibe Mietwohnen in Berlin im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten sehr günstig. Investitionsfähigkeit in Gefahr?Die sehr moderate Mietenentwicklung könne die Investitionsfähigkeit der Wohnungsunternehmen einschränken. Burkardt: "Die Mieten von heute sind die Investitionen von morgen. Bleibt die Mietenentwicklung in Berlin weiterhin so schwach, werden die Wohnungsunternehmen schon bald deutlich weniger in Klimaschutz, energetische Modernisierung, Wohnkomfort oder die Stabilisierung von Nachbarschaften investieren können als derzeit. Dann stehen auch Arbeitsplätze auf dem Spiel." Unter dem Dach des BBU sind 364 landeseigene, private, kommunale und genossenschaftliche Wohnungsunternehmen der Länder Berlin und Brandenburg vereint. Die BBU-Mitgliedsunternehmen bewirtschaften gut 1,1 Millionen Wohnungen. Das sind über 40 Prozent aller Mietwohnungen in Berlin und fast 50 Prozent der Mietwohnungen im Land Brandenburg.