Der Berliner Landeshaushalt hat 2008 - wie bereits im Vorjahr - mit einem positiven Finanzierungssaldo abgeschlossen. Bei bereinigten Einnahmen von 21.8 Mrd. Euro und bereinigten Ausgaben von 20.9 Mrd. Euro verblieb am Ende des Jahres ein Überschuss von 940 Mio. Euro.
In diesem Plus ist die einmalige Einnahme der stillen Einlage aus dem Verkauf der Landesbank Berlin in Höhe von 723 Mio. Euro enthalten. Bereinigt um diesen Betrag liegt der Überschuss bei 217 Mio. Euro. Damit ist nach siebenjähriger Konsolidierung ein Haushalt ohne strukturelles Defizit erreicht.Die bereinigten Ausgaben des Landes erhöhten sich in 2008 gegenüber 2007 um 0,8 Prozent. Darin enthalten ist eine Zahlung in Höhe von 112 Mio. Euro im Zusammenhang mit Verpflichtungen eines für Berlin treuhänderisch handelnden Entwicklungsträgers aus Grundstücksgeschäften, die in den Jahren 1993 bis 1994 finanziert wurden. Bereinigt um diesen Einmaleffekt beträgt die Steigerung lediglich 0,2 Prozent.Die bereinigten Einnahmen stiegen 2008 gegenüber 2007 um 4,8 Prozent an. Wie im Vorjahr ist dies im Wesentlichen auf die günstige Entwicklung der Steuereinnahmen zurückzuführen. Die Einnahmen aus Steuern und Finanzausgleich betrugen im Jahr 2008 insgesamt 14.9 Mrd. Euro. Das sind 1.1 Mrd. Euro mehr als im Vorjahr und 687 Mio. Euro mehr als in den Haushaltsansätzen von 2008 geplant. Bereits zur Steuerschätzung im November war mit einem deutlichen Mehrbetrag gegenüber dem Haushaltsansatz gerechnet worden. Dieser wurde durch besonders hohe Einnahmen im Dezember bei der Umsatzsteuer sowie im Finanzausgleich noch deutlich übertroffen.Als Resultat kann der 2007 begonnene Schuldenabbau fortgesetzt werden. Im Jahr 2007 wurden bereits 98 Mio. Euro getilgt. Auch der Überschuss von 2008 wird für den Schuldenabbau verwendet, so dass insgesamt seit 2006 bereits über 1 Mrd. Euro getilgt wurden. Der Gesamtschuldenstand Berlins beläuft sich damit Ende 2008 auf 59,1 Mrd. Euro.