Zwischen 1990 und 2007 ist der Primärenenergieverbrauch in Berlin um 24,3 Prozent gesunken. Im gesamten Bundesgebiet betrug der Rückgang nur 6,9 Prozent. Die aus dem Primärenergieverbrauch resultierenden CO2-Emissionen verringerten sich in Berlin seit 1990 um 35,2 Prozent, während sie bundesweit um 21,1 Prozent sanken.
Unter Primärenergie ist die gesamte Energie zu verstehen, die mit den natürlich vorkommenden Energieformen oder -quellen zur Verfügung steht (z. B. Kohle, Gas, Mineralöl, Wind, Biomasse etc.). Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg berechnete, betrug der Primärenergieverbrauch in Berlin 2007 insgesamt 269,8 Petajoule, was einem Anteil von 2,6 Prozent am Bundesergebnis entspricht. Damit verbrauchte jeder Berliner Bürger durchschnittlich 79,2 Gigajoule Primärenergie. Im Vergleich dazu lag der Bundesdurchschnitt bei 171,7 Gigajoule pro Einwohner.Die CO2-Emissionen in Berlin verringerten sich seit 1990 um 35,2 Prozent und damit deutlich stärker als im Bundesdurchschnitt (- 21,1 % seit 1990). Im Jahr 2007 lag der CO2-Ausstoß in Berlin bei 17,5 Millionen Tonnen insgesamt bzw. 5,1 Tonnen pro Einwohner. Berlin hält damit einen Anteil von rund 2,3 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland. Unter den Energieträgern verursachen die Mineralöle (38,9 Prozent) und die Gase (29,6 Prozent) weit über zwei Drittel des Berliner CO2. Aus erneuerbaren Energien wurden 2007 rund 2,3 Prozent des Berliner Primärenergieverbrauchs gedeckt, 1990 waren es noch 0,6 Prozent gewesen. Im Vergleich dazu erhöhte sich dieser Anteil im gesamten Bundesgebiet von 1,3 Prozent im Jahr 1990 auf 7,9 Prozent in 2007.Größte Energieverbraucher in Berlin sind die privaten Haushalte, das Dienstleistungsgewerbe und der Handel. Diese machen zusammen 63 Prozent des Endenergieverbrauchs aus. Der Verkehrssektor dagegen erhöhte seinen Anteil am Endenergieverbrauch in Berlin seit 1990 von 23,5 Prozent auf 28,8 Prozent in 2007. Die wichtigsten Brennstoffe bei der Berliner Stromerzeugung (insgesamt 8,9 Mrd. kWh) waren im Jahr 2007 die Steinkohle (53 Prozent) und das Erdgas (37 Prozent), deren Anteil seit 2004 so gut wie unverändert war. Leicht rückläufig ist die Bedeutung der Braunkohle als Brennstoff für die Erzeugung von Strom. Ihr Anteil betrug 2007 rund 7,4 Prozent, während er 2004 noch bei 8,9 Prozent gelegen hatte.Von den 1.821 Wohngebäuden, die im Jahr 2008 in Berlin fertig gestellt wurden, werden 72,4 Prozent mit Gas beheizt. Dieser Anteil hat sich innerhalb eines Jahres um 8,7 Prozent verringert. Als zweitwichtigste vorwiegende Heizenergie in neuen Berliner Wohngebäuden konnten die Wärmepumpen ihren Anteil von 15,3 Prozent in 2007 auf 18,7 Prozent weiter ausbauen. Fernwärme wurde 2008 in 6,4 Prozent aller fertig gestellten Wohngebäude verwendet. Die Anteile anderer Heizenergien wie Öl, Solarenergie u. a. lagen im Jahr 2008 jeweils unter einem Prozent. Pressemeldung vom 07.05.2010
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