BERLINER DIENSTLEISTUNGSUNTERNEHMEN GRÜNDEN GEMEINSAM MIT NEUKÖLLNER SCHULEN ZUKUNFTSAKADEMIE GROPIUSSTADT

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Im Süden von Neukölln gründen drei Schulen (die Walter-Gropius Schule, die Liebig-Schule und die Hermann-von-Helmholtz Schule) und drei große Berliner Dienstleistungsunternehmen mit einem Schwerpunkt in Neukölln (Vivantes, degewo und Deutsche Telekom) die Zukunftsakademie Gropiusstadt. Schulreform, veränderte Schülerschaft und die wachsende Notwendigkeit von Unternehmen, systematische Nachwuchsarbeit zu betreiben, führen Wirtschaft und Schulen für drei Jahre in einem innovativen Modellprojekt zusammen. Unter dem gemeinsamen Dach der Zukunftsakademie entwickeln und erproben sie gemeinsam geeignete Verfahren für eine frühzeitig einsetzende Kooperation, die einen erfolgreichen Übergang von der Schule in die berufliche Wirklichkeit ermöglicht.Die Zukunftsakademie ist zukünftig Teil des Übergangsmanagements sowohl von der Schule in den Beruf wie auch in die weiterführende Bildung in der Sekundarstufe II (Gymnasiale Oberstufe, Oberstufenzentrum, Berufsbildende Schulen). Die Akademie soll ein dauerhafter Leuchtturm und ein attraktives Kennzeichen der Bildungslandschaft Gropiusstadt werden. Mit ihrer Ausrichtung auf moderne Dienstleistungsberufe ist sie die Antwort auf die wirtschaftliche Perspektive Berlins und auf die soziale Zusammensetzung der Schülerschaft – meist aus Familien nichtdeutscher Herkunft. Seit einigen Jahren suchen viele Berliner Schulen verstärkt die Kooperation mit Unternehmen. Duales Lernen ist das Schlüsselwort ab der siebten Jahrgangsstufe in den Integrierten Sekundarschulen, die die Hauptschulen und Realschulen in Berlin ablösen. Firmen und freie Träger bieten dafür vielfältige Lernerfahrungen außerhalb des Schulgebäudes an Werkbänken, Werkstätten und in Küchen an. Aber wie wird aus Unterricht und praktischen Erfahrungen ein Bildungsprogramm aus einem Guss, das mit der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung Schritt halten kann? Wie lässt sich die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen so gestalten, dass die mangelnde Kenntnis voneinander überwunden wird?Unternehmen sehen sich heute, demografisch bedingt, mit einem enger werden Markt an motivierten und hinreichend qualifizierten Ausbildungsbewerbern konfrontiert. Sie wissen, dass sie frühzeitig aktiv werden und Verantwortung für die Bildungsqualität an den Schulen übernehmen müssen, wenn sie geeignete berufsbezogene Qualifikationen und Kompetenzen von Jugendlichen erwarten wollen. Durch das Programm der Zukunftsakademie werden Schule, Ausbildung und Unternehmen zu einer kooperationsfähigen Lerngemeinschaft zusammengeführt. Moderiert von der Zukunftsakademie entwickeln und planen Azubis und praxiserfahrene Mitarbeiter der Unternehmen gemeinsam mit den Schulleitungen und Lehrkräften aus dem Kollegium Strukturen und Maßnahmen für eine erhöhte Berufsbefähigung der SchülerInnen, die Eingang in die Schulentwicklung und den curricularen Ausbau des dualen Lernens finden. So kann ein berufliches Integrationsnetzwerkes entstehen, das zu einer attraktiven Adresse für kooperierende Unternehmen auf der Suche nach Auszubildenden wird.Die Laufzeit des Projekts ist auf drei Jahre ausgelegt. Bis 2014 werden die Fundamente gelegt. Die Finanzierung erfolgt durch das BIWAQ-Programm des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Kofinanziert wird es sowohl von den kooperierenden Unternehmen durch interne Freistellung von Mitarbeitern und Azubis zur Teilnahme an der konzeptionellen Planung und Durchführung des Projekts wie auch von der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung durch entsprechende Freistellungen von LehrerInnen. Weitere Kooperationspartner sind die Bürgerstiftung Neukölln, die Schulaufsicht, das Quartiersmanagement und der Bezirk Neukölln.Die Kooperation weiterer Unternehmen ist erwünscht. Sie können sich an einzelnen Modulen des Programms beteiligen und/oder mit Unterstützung der Projektleitung und der Teilprojekte der Zukunftsakademie flankierende Angebote entwickeln und einbringen, die spezifische Anforderungen des eigenen Unternehmens berücksichtigen.

Ansprechpersonen

 Kerstin Braun
Kerstin
Braun
Mitarbeiterin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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