Wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung am 1. August 2008 mitteilte, startete Ende Juli mit einer ersten Steuerungsrunde unter Vorsitz der Staatssekretärin Hella Dunger-Löper der Stadtumbau im Märkischen Viertel. An der Steuerungsrunde nahmen Vertreter der Gesobau und des Bezirkes teil. Diskutiert wurden erste Vorstellungen für die zukünftige Entwicklung des Märkischen Viertels sowie die nächsten Schritte im Rahmen der Erarbeitung des städtebaulichen Entwicklungskonzepts.
Ein besonderer Schwerpunkt beim Stadtumbau im Märkischen Viertel werde auf der Beteiligung und Mitbestimmung aller relevanten Akteure in der Großsiedlung liegen. Im Herbst sollen dann die bisherigen Vorstellungen zur Weiterentwicklung des Märkischen Viertels der Öffentlichkeit präsentiert werden.Staatssekretärin Hella Dunger-Löper: " Unter dem Dach des Stadtumbaus sollen die vielfältigen Aktivitäten und Investitionsmaßnahmen im Märkischen Viertel koordiniert werden. In Großsiedlungen kann der Stadtumbau mit Klimaschutzmaßnahmen, Integrations- und Bildungsprojekten, Anpassungen von Wohnungen und öffentlicher Infrastruktur an die Anforderungen des demografischen Wandels kombiniert werden. Deshalb ist so eine ganzheitliche Aufwertung des Märkischen Viertel möglich. Elementar ist dabei die intensive Beteiligung der im Märkischen Viertel lebenden und arbeitenden Menschen, um die Wünsche und Bedürfnisse vor Ort genau zu ermitteln." Der Senat hatte in seiner Sitzung am 6. Mai 2008 beschlossen, das Märkische Viertel in das Förderprogramm Stadtumbau West aufzunehmen. Im Märkischen Viertel solle ein Modellprojekt für energetische Sanierung und integrierte Stadtentwicklung in enger Kooperation mit den Wohnungseigentümern durchgeführt werden. Im Rahmen des Stadtumbaus solle die Wohn- und Lebensqualität im Märkischen Viertel erhöht und über die integrierte Entwicklung des Stadtteils die Aufwertung des öffentlichen Raums und der sozialen Infrastruktur mit der baulich-energetischen Sanierung der Wohnungen verbunden werden. Die Sanierung erfolge durch das größte Wohnungsunternehmen im Märkischen Viertel, die Gesobau. Voraussetzung für die Aufnahme in das Programm Stadtumbau West sei die Erarbeitung eines städtebaulichen Entwicklungskonzepts bis Oktober 2008. Auf dieser Grundlage werde der Senat die Aufnahme in das Förderprogramm Stadtumbau West sowie die Abgrenzung des Fördergebiets Märkisches Viertel voraussichtlich im November 2008 beschließen.