Dazu sagte Maren Kern, Vorständin BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V.:„Am Erreichen der Berliner Klimaschutzziele hat die soziale Wohnungswirtschaft einen wichtigen Anteil. Die CO2-Emissionen ihrer rund 720.000 Berliner Wohnungen lagen 2018 um rund 62 Prozent unter den Werten von 1990. Damit erreichen unsere Unternehmen schon heute sogar die Klimaziele von 2030. Trotz der hierzu erforderlichen hohen Investitionen sind die Mieten bei unseren Unternehmen mit einem Durchschnitt von 6,28 Euro pro Monat und Quadratmeter sehr bezahlbar geblieben. Ein Fundament dieses Erfolgs: Investitionsentscheidungen auf Grundlage von Technologieoffenheit statt vorgegebener Lösungen.“
Mit ihren Emissionsreduzierungen entlastet die rund 145 Unternehmen der sozialen Wohnungswirtschaft Berlins Klimagewissen um mehr als 1,4 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Das entspricht der Menge, die 140.000 Hektar Wald in einem Jahr absorbieren – das wäre eine Fläche vom Anderthalbfachen Berlins. Die durchschnittliche CO2-Emission je Wohnung lag 2019 bei den BBU-Mitgliedsunternehmen bei 1,35 Tonnen pro Jahr. Die Zahlen stammen aus dem alle zwei Jahre vom BBU für seine Mitgliedsunternehmen durchgeführten und in dieser Form deutschlandweit einzigartigen CO2-Monitoring.
Die Details zur Statistik:
Die heute vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg vorgelegten vorläufigen Zahlen zur Berliner Energie- und CO 2 -Bilanz für das Jahr 2019 zeigt im Vergleich zu 2018 einen um 1,2 % reduzierten Endenergieverbrauch (EEV) und um 6,7 % verringerte CO 2 -Emissionen (Verursacherbilanz). Gegenüber dem Basisjahr 1990 hat Berlin eine CO 2 -Minderung um 40,7 % erreicht. Viele Bundesländer streben eine CO 2 -Minderung um 25 % erst für 2020 an.
Prozentual fallen die temperaturbereinigten Veränderungen der CO 2 -Emissionen vor allem in den Bereichen und Private Haushalte, Gewerbe, Dienstleistungen (-8,9 %) und Verarbeitendes Gewerbe (-17,3 %) am höchsten aus. Die CO 2 -Emissionen im Verkehrssektor blieben konstant (+0,5 %). Beim EEV haben insbesondere Fernwärme (+1,9 %) und die Erneuerbaren Energien (+0,9 %) zugelegt, während der Anteil der Gase um -2,4 % abnahm. Im Bereich der EEV wird kaum noch Kohle eingesetzt. Auch im Primärenergiebereich fiel der Verbrauch gegenüber 2018 deutlich ab (-32,0 %). Der Anteil der Stromerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplung nahm auf 68,4 % der Bruttostromerzeugung zu, während der Anteil der in KWK erzeugten Wärme auf 58,7 % der Fernwärmeerzeugung sank. Insgesamt ist festzustellen, dass sich der positive Bevölkerungsanstieg (knapp +1,0 %) und die gute Gesamtwirtschaftsentwicklung Berlins (inflationsbereinigt +3,0 %) gegenüber 2018 nicht in einem ebenso hohen Anstieg des EEV und CO 2 -Ausstoß widerspiegeln. Die Energie- und CO 2 -Bilanz wies für das Jahr 2016 CO 2 -Emissionen von knapp 20,05 Millionen Tonnen aus.
Die vorläufigen Energie- und CO 2 -Daten stehen unter www.statistik-berlin-brandenburg.de zur Verfügung.
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