Berlin ruft zur Teilnahme am ersten Klimabürger:innenrat auf

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Die Auswahlphase für die Teilnahme am Klimabürger:innenrat ist gestartet. Der neue Rat ist ein innovatives Beteiligungsgremium: Er soll ´konkrete Empfehlungen für die Klimaschutzpolitik des Landes erarbeiten. Dem Rat werden 100 Menschen angehören. Die erste Sitzung des Klimabürger:innenrats ist für Ende April geplant und wird auch online zu verfolgen sein. Der Rat soll insgesamt neun Mal tagen, Themen sind insbesondere die Bereiche Mobilität, Gebäude und Energie. Ergebnisse werden für Ende Juni 2022 erwartet. Danach hat die Politik Gelegenheit zu reagieren. 

Senatorin Bettina Jarasch: „Ich lade alle angeschriebenen Berlinerinnen und Berliner herzlich ein, sich für die Teilnahme am Klimabürger:innenrat zu bewerben. Je mehr mitmachen wollen, desto besser bildet das Gremium unsere Stadt ab und desto intensiver können die Debatten geführt werden. Ich bin gespannt auf den Prozess, auf die Debatten im Klimabürger:innenrat und natürlich besonders auf die konkreten Empfehlungen, mit denen wir uns sehr sorgfältig beschäftigen werden.“

Der Start des Klimabürger:innenrats ist Bestandteil der Koalitionsvereinbarung und ein wichtiger Teil aus dem 100-Tage-Programm des Senats. Den Organisationsprozess übernimmt dabei das Beteiligungsinstitut „nexus“ im Auftrag der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz. Die wissenschaftliche Beratung erfolgt durch das Potsdamer Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS), einen Teil der Öffentlichkeitsarbeit übernimmt der Verein „Klima-Mitbestimmung JETZT“. Der Klimabürger:innenrat geht zurück auf einen Beschluss des Abgeordnetenhauses im vorigen Jahr, den die Volksinitiative „Klimaneustart Berlin“ angeregt hatte.

Christine von Blanckenburg, Projektleiterin beim Beteiligungsinstitut nexus: „Wir haben in früheren Beteiligungsverfahren die Erfahrung gemacht, dass sich gerade Menschen mit niedrigem Bildungsabschluss, geringerem Haushaltseinkommen oder mit Migrationshintergrund seltener auf eine postalische Einladung zurückmelden. Um sie gezielt für das Gremium gewinnen zu können, werden wir Menschen bei Bedarf daher auch noch einmal persönlich ansprechen und einladen.“

Leiter der wissenschaftlichen Begleitung des Klimabürger:innenrats durch das IASS Potsdam ist Professor Ortwin Renn: „Im Klimabürger:innenrat geht es darum, die von den Entscheidungen betroffenen Bürgerinnen und Bürger in die Gestaltung ihrer Zukunft einzubeziehen – denn der Klimawandel erfordert nicht nur technische Veränderungen, sondern auch Änderungen von Verhaltensweisen und Lebensstilen. Inzwischen ist es selbstverständlich, dass sich die Politik vor wichtigen Entscheidungen Fachgutachten, etwa aus der Wissenschaft, erstellen lässt. Mit dem Klimabürger:innenrat holt sich die Politik nun ganz bewusst Beratung seitens der Berliner Bevölkerung.“

Ansprechpersonen

 Silke Schendel
Silke
Schendel

Referentin

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
T +49 (30) 89781 - 123