Zum Jahresbeginn 2009 werden in Berlin fünf neue Stadtquartiere in das Programm Soziale Stadt aufgenommen. Dabei handelt es sich um die Gebiete Donaustraße-Nord und Ganghofer Straße im Bezirk Neukölln, Perleberger-/Wilsnacker Straße im Bezirk Mitte, Spandauer Neustadt im Bezirk Spandau sowie Letteplatz im Bezirk Reinickendorf. Das bereits bestehende Quartier Hellersdorfer Promenade im Bezirk Marzahn-Hellersdorf wird erweitert.
Mit der Aufnahme der neuen Quartiere sollen insbesondere die Lebenschancen und Lebensbedingungen der Bewohner durch Projekte und Maßnamen in den Bereichen Integration, Bildung und Arbeit nachhaltig verbessert werden. Flankierend werden auch baulich-investive Maßnahmen zur Gebietsaufwertung eingesetzt. Zentrales Anliegen ist die Entwicklung stabiler Nachbarschaften zu einem aktiven, kommunikativen Gemeinwesen. Dazu gehören die Stärkung und Unterstützung der Eigenverantwortlichkeit und die Entwicklung der Selbsthilfekräfte der Bewohner ("Empowerment").Anlass für die Einrichtung der neuen Quartiersverfahren waren die Erkenntnisse aus dem von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung regelmäßig durchgeführten Monitoring Soziale Stadtentwicklung, das für die neu ausgewiesenen Gebiete aufgrund ihrer soziodemografischen Entwicklung einen zusätzlichen Handlungsbedarf zur Aufwertung und Stabilisierung dieser Gebiete im Rahmen des Programms Soziale Stadt erkennen ließ. Die konkrete Gebietsauswahl erfolgte in einem mehrstufigen Auswahlverfahren in enger Abstimmung mit den jeweiligen Bezirken.Derzeit werden in Berlin in 33 Stadtquartieren Maßnahmen und Projekte im Rahmen des Programms Soziale Stadt durchgeführt. Dabei hat sich das Programm als äußerst erfolgreich erwiesen. So können drei Gebiete - Helmholtzplatz, Boxhagener Platz und Falkplatz - aufgrund ihrer nachhaltig positiven Entwicklung zum 31. Dezember 2008 aus der Förderung entlassen werden. Damit werden im Rahmen des Programms Soziale Stadt ab 2009 in insgesamt 35 Gebieten Quartiersverfahren durchgeführt.