Wie stellt Berlin die Weichen für die Nutzung geothermischer Energie? Mit dieser angesichts der wiederbelebten Debatte um die Nutzung der Atomenergie höchst aktuellen Frage setzte sich kürzlich eine Kleine Anfrage des Abgeordnetenhauses an die Senatsumweltverwaltung auseinander. Danach werden momentan Potenzialkarten erarbeitet, die einen Überblick über die Möglichkeiten der Geothermienutzung in Berlin geben. Die Karten sollen bis zum Jahresende 2011 fertig gestellt und dann im Internet verfügbar gemacht werden.
Wie der Umweltstaatssekretär Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff in seiner Antwort auf die Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Albert Weingartner betonte, misst der Senat der Nutzung geothermischer Energie angesichts des drohenden Klimawandels eine vorrangige Bedeutung bei. Ihre Nutzung müsse jedoch stets den Erfordernissen zur uneingeschränkten Aufrechterhaltung des vorsorgenden Grundwasserschutzes Rechnung tragen. Nutzungskonflikte zwischen gleichrangigen umwelt- und klimapolitischen Zielen dürften durch die Nutzung der Geothermie nicht verschärft werden. Vielmehr müsse für sie – wie für die Nutzung anderer regenerativer Energien - ein ganzheitlicher Ressourcenschutz für die Metropolenregion angestrebt werden.Bis zur Veröffentlichung der geplanten Potenzialkarten haben potenzielle Nutzer bzw. die Möglichkeit, sich in einem Erdwärmeleitfaden über die Möglichkeiten und alle Vorschriften der geothermische Energiegewinnung in Berlin zu informieren. Dieser kann auf der Homepage der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz kostenfrei heruntergeladen werden.
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