Wie das Land Berlin berichtet, werden die drei Sanierungsgebiete Rosenthaler Vorstadt in Mitte, Kollwitzplatz in Prenzlauer Berg und Weitlingstraße in Lichtenberg erfolgreich aus der Sanierung entlassen. Der Senat hat dazu in seiner Sitzung am 18. November 2008 die von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer vorgelegte 10. Verordnung zur Änderung von Verordnungen über die förmliche Festlegung von Sanierungsgebieten erlassen.
Insgesamt haben das Land Berlin und der Bund 284 Millionen Euro für Investitionen zur städtebaulichen Aufwertung und funktionalen Stärkung dieser drei Gebiete sowie für notwendige Aufwendungen für Grunderwerb, Planung, Steuerung und weitere Ordnungsmaßnahmen bereitgestellt. Die Gebiete haben durch die Sanierung eine städtebauliche Aufwertung erfahren und stehen heute für Wohnen in der Innenstadt.Die Rosenthaler Vorstadt zeichne sich heute durch eine homogene städtebauliche Struktur aus. 80 Prozent der Altbauwohnungen wurden umfassend erneuert und mit einem zeitgemäßen Standard ausgestattet. In Neubauten und Dachgeschossen seien rund 600 Wohnungen dazugekommen. Der historische Stadtgrundriss sei auf den meisten Brachen und Freiflächen wieder rekonstruiert. Die Kosten der Sanierung beliefen sich auf insgesamt 70 Millionen Euro.Die Ziele der Sanierung konnten auch im Gebiet Kollwitzplatz erreicht werden. Das Gebiet habe sich im Verlauf des Sanierungsprozesses zu einem Wohnstandort mit überregionaler Attraktivität entwickelt. Die Erneuerung der teilweise historischen Bausubstanz von Wohn- und Gewerbebauten sei zu 65 Prozent abgeschlossen. Die Sanierungskosten betrugen 133 Millionen Euro.Im Gebiet Weitlingstraße seien zahlreiche Wohnungs- und Gewerbeneubauten entstanden. Von den Altbauwohnungen seien inzwischen fast 70 Prozent umfassend saniert. Die beiden Kindertagesstätten in der Wönnichstraße wurden komplett erneuert. Die Kosten der Sanierung für das gesamte Gebiet beliefen sich auf 81 Millionen Euro.