Berlin: Anzahl genehmigter Wohnungen erneut gesunken / BBU-Vorständin Kern: "Jetzt tatkräftig gegensteuern"

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In Berlin wurden im Jahr 2021 laut Amt für Statistik Berlin-Brandenburg insgesamt 18 716 Wohnungen genehmigt. Das sind 8,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit ist die Zahl das fünfte Jahr in Folge gesunken. BBU-Vorständin Maren Kern bezeichnete dies als "Echo des schwierigen Neubauklimas aus der letzten Legislatur". 

Maren Kern sagte zu den aktuellen Zahlen weiter:  "Die Ankündigung der Regierenden Bürgermeisterin, Neubau zur Chefinnensache zu machen, war hierzu ein erster sehr wichtiger Schritt. Weitere Ansatzpunkte: die Beschleunigung von Planungsverfahren, die digitale Stärkung der Verwaltung, der Ausbau des Verkehrsnetzes oder mehr bezahlbares Bauland, auch für Genossenschaften. Wir setzen darauf, dass das derzeit verhandelte ‚Bündnis für Wohnungsneubau und bezahlbares Wohnen‘ hierfür einen starken Rahmen schaffen wird.“

17 005 der genehmigten Wohnungen werden neu gebaut. Das sind 5,9 Prozent weniger als 2020. Als Eigentumswohnungen werden 26,3 Prozent (4 465) der Neubauwohnungen geplant. 288 Genehmigungen (Vorjahr: 260) wurden im Berichtszeitraum für den Neubau gewerblicher Bauten mit einer Nutzfläche von insgesamt 891 780 m² erteilt. Die veranschlagten Kosten für alle Bauvorhaben betragen 5,9 Mrd. EUR; 5,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

Ein- und Zweifamilienhäuser stark nachgefragt

15 322 der genehmigten Neubauwohnungen entstehen in Mehrfamilienhäusern. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang um 7,3 Prozent. In neuen Ein- und Zweifamilienhäusern sind 1 503 (Vorjahr: 1 317) Wohnungen geplant. Weitere 1 711 Wohnungen werden dem Wohnungsmarkt infolge von Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden, z. B. Dachgeschossausbauten oder Nutzungsänderungen zur Verfügung stehen; 28,2 Prozent weniger als im Vorjahr.

Mehr Baugenehmigungen – weniger Wohnungen

Durch den Anstieg an Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser um 14,1 Prozent erhöhte sich die Zahl aller gemeldeten Anträge für genehmigte Bauvorhaben im Wohn- und Nichtwohnbau um 6,6 Prozent auf 3 665.

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 Kerstin Braun
Kerstin
Braun
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