Im Monitoringbericht wird die soziale Lage der Einwohner aller Stadtteile Berlins im Zeitraum 2013 bis 2014 beschrieben. Gebiete mit überdurchschnittlich hoher sozialer Benachteiligung finden sich besonders häufig in Kreuzberg-Nordost, Neukölln-Nord, Nord-Hellersdorf, Nord-Marzahn, Spandau-Mitte sowie Wedding/Moabit. Hinzu kommen mehrere Planungsräume in Reinickendorf.
Aus dem ermittelten Gesamtindex Soziale Ungleichheit ergeben sich 43 Gebiete mit Hinweisen auf kumulierte soziale Problemlagen, ca. zehn Prozent der betrachteten Planungsräume (43 von 435). Sie gelten als „Gebiete mit besonderem Aufmerksamkeitsbedarf“ und werden in der stadtentwicklungspolitischen Planung besonders berücksichtigt. Aufgrund detaillierter Analysen wird der Handlungsbedarf festgestellt und eine konkrete Förderung initiiert.
Der Vergleich mit dem Monitoring 2013 zeigt einen Rückgang von 51 auf 43 „Gebiete mit besonderem Aufmerksamkeitsbedarf“. 17 Planungsräume werden nicht mehr als „Gebiete mit besonderem Aufmerksamkeitsbedarf“ klassifiziert, darunter Planungsräume in Mitte (vor allem in Moabit) und Spandau. Weitere Gebiete befinden sich in Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf (Kaulsdorf Nord II, Marzahn-West, Wuhletalstraße), Neukölln (Körnerpark) sowie in Treptow-Köpenick.
9 Planungsräume sind neu als „Gebiete mit besonderem Aufmerksamkeitsbedarf“ ausgewiesen. Dazu gehören die Planungsräume Jungfernheide und Paul-Hertz-Siedlung (jeweils Charlottenburg-Wilmersdorf), Falkenberg Ost und Rosenfelder Ring (jeweils Lichtenberg), Gelbes Viertel (Marzahn-Hellersdorf), die Planungsräume Hausotterplatz, Teichstraße und Dannenwalder Weg (jeweils Reinickendorf) sowie Tiefwerder (Spandau).
Vier soziale Indikatoren, d.h. Arbeitslosigkeit, Langzeitarbeitslosigkeit,Transferbezug und Kinderarmut bilden die Grundlage zur Berechnung: Der vollständige Monitoring-Bericht ist online hier zu finden:
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/basisdaten_stadtentwicklung/monitoring/de/2015/
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