Bericht vom Symposium „Wohnen in Berlin JETZT! Neue Standards für das Wohnen“ der städtischen Wohnungsbaugesellschaften

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Die sechs kommunalen Wohnungsbaugesellschaften des Landes Berlin degewo, GESOBAU, Gewobag, HOWOGE, STADT UND LAND und WBM haben die Diskussion über neue Standards beim Wohnen mit einem gemeinsamen Symposium am 27. Oktober 2016 fortgesetzt. Das Fazit: Neue Wohnungen müssen wandlungsfähig sein.

Zum Symposium im Deutschen Architektur Zentrum DAZ mit internationalen und nationalen Experten waren rund 250 Gäste gekommen. „Wir wollen den Dialog über kostengünstigen und nachhaltigen Wohnungsneubau auf Augenhöhe führen und fortsetzen, um zukunftsfähige Konzepte für den Weiterbau der Stadt und ihrer Quartiere zu entwickeln. Denn um in kurzer Zeit viele, bezahlbare Wohnungen zu errichten, braucht es innovative Ideen. Dabei gilt es auch Zielkonflikte zu lösen, die sich aus der langfristigen Perspektive der kommunalen Wohnungswirtschaft und den manchmal etwas kurzfristigeren Zielen des Gesellschafters ergeben“, fasste die Geschäftsführerin der HOWOGE, Stefanie Frensch die angeregten Diskussionen zusammen.
„Wie wollen wir wohnen? Welche Qualitäten sollen erhalten bleiben“, fragte gleich zu Beginn für den Hausherrn, das DAZ, Matthias Böttger. Als künstlerischer Leiter hat er die Ausstellung „Neue Standards. Zehn Thesen zum Wohnen“ kuratiert, die am Abend des 27. Oktober im DAZ eröffnet wurde.

In drei Panels diskutierten Architekten und Experten auf Einladung der Landeseigenen lang u.a. über Wohnstandards, Grundrisse und die Wünsche der Mieter. Der Berliner Architekt Muck Petzet stellte in seinem Panel fest: „Standards werden oft immer strenger. Für viele ältere Standards gibt es heute eigentlich keinen Grund mehr. Aber niemand führt einmal aufgestellte Regulierungen zurück. Dabei würde gerade das, das Bauen vereinfachen und preisgünstiger machen.“
Ingo Malter, Geschäftsführer der städtischen Wohnungsbaugesellschaft STADT UND LAND, betonte, dass die Lebensmodelle der kommenden Jahrzehnte heute nicht seriös vorausgesagt werden können. "Wir können weder heutige noch künftige Lebens- und Wohnformen baulich verordnen; wir können lediglich ein räumliches Angebot machen, das erst durch die Bewohner interpretiert und geformt wird. Deshalb müssen unsere neu gebauten Wohnungen wandlungsfähig sein. Sie müssen für mehr als eine Generation halten und später durch unkomplizierten Umbau möglichen neuen Nutzungskonzepten angepasst werden können. Und wenn die Miete preiswert sein soll, dann muss man sich zwischen Vermieter und Mieterschaft ggf. auch auf einfachere Standards einigen dürfen.“
Den sechs kommunalen Wohnungsbaugesellschaften des Landes Berlin degewo, GESOBAU, Gewobag, HOWOGE, STADT UND LAND und WBM kommt beim Wohnungsneubau eine besondere Rolle zu, sorgen sie doch in der wachsenden Stadt für mehr Wohnraum zu bezahlbaren Preisen. Die Unternehmen haben in den letzten Jahren den Wohnungsneubau massiv verstärkt und erweitern ihre Bestände.

Fotos: Impress Picture Buddy Bartelsen

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