BBU-WETTBEWERB 2011: SIEBEN AZUBI-PROJEKTE MIT BBU-PREISEN GEEHRT

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Auch in diesem Jahr was sie wieder einer der Höhepunkte der BBU-Tage in Bad Saarow: Die Vorstellung der Gewinner des BBU-Wettbewerbes, der sich unter dem Motto "Wir machen Unternehmen" diesmal an die Auszubildenden und Werkstudenten der BBU-Mitgliedsunternehmen wandte. "Wir freuen uns sehr, dass für dieses spannende Wettbewerbsthema so viele Beiträge wie noch nie, nämlich 24 Projekte aus 21 Unternehmen, eingereicht wurden", so BBU-Vorstandsmitglied Maren Kern. Gesucht waren Beiträge über abgeschlossene oder laufende Projekte, bei denen die jungen Leute etwas über sich, den Beruf, die Wohnungswirtschaft und das ausbildende Unternehmen lernen. Besonders wichtig waren der Jury dabei die Kriterien Selbständigkeit, Teamwork, Unterstützung durch Ausbilder und Vorgesetzte sowie Nutzen für Unternehmen und Auszubildende. Von der Gestaltung von Internetseiten über die Erstellung von Werbematerialien für eine junge Zielgruppe bis hin zur Mitwirkung an jugendspezifischen Auswahl- und Weiterbildungsmodellen kamen dabei eine Vielzahl von Projekten in Frage.Nicht bei den BBU-Tagen, sondern auch beim Wettbewerb konnte der Verband eine Rekordbeteiligung verzeichnen. Ganze 24 Beiträge wurden bis Mitte Februar eingereicht und von einer unabhängigen Fachjury bewertet. Maren Kern: "Zahl und Vielfalt der Beiträge unterstreichen, wie facettenreich die Ausbildung in der Wohnungswirtschaft ist. Kontaktfreudige junge Menschen finden in der Immobilienbranche hervorragende Ausbildungsbedingungen."Wie wurde bewertet?Für die Bewertung der Beiträge zog die Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Jeannette Raethel, Fachleiterin Immobilienwirtschaft an der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht, drei Bewertungsgruppen heran: In der Bewertungsgruppe "Projekt", die mit einem Gewicht von 20 Prozent in das Endergebnis einging, kam es auf die Gesamtbewertung des Beitrages an: Wie ambitioniert, innovativ, interessant ist das Projekt? Welche Bedeutung hat es für den Auszubildenden und das Unternehmen? In der Bewertungsgruppe II (40%) ging es um Entwicklungsindikatoren wie Selbständigkeit bei der Projektidee, -planung und –umsetzung. Im Mittelpunkt der Bewertungsgruppe III (40 %)standen die Unternehmenskulturindikatoren: Wie wurde das Projekt von Ausbildern und Vorgesetzten unterstützt? Wie war es in den Ausbildungsablauf eingebunden? Gibt es einen bleibenden Nutzen für das Unternehmen?"Nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität und Vielfalt der Wettbewerbsbeiträge macht deutlich: Wir haben nicht nur viele sehr engagierte Auszubildende in unseren Mitgliedsunternehmen, sondern auch ebenso viele Unternehmen, die den jungen Leuten eine Chance für eine vielseitige Entfaltung ihrer Persönlichkeit geben. Die Projekte sprechen hier eine sehr klare Sprache" so Maren Kern im Rahmen der Preisverleihung, die sie zusammen mit Dr. Hans-Michael Brey vornahm, der die sehr kurzfristig verhinderte Jury-Vorsitzende vertrat. "Dazu gratulieren wir den beteiligten Azubis wie den ausbildenden Unternehmen sehr herzlich!"Fachwissen, Karriereberatung und ein Sommer-Event für die Gewinner Um diese Leistungen zu würdigen, warteten BBU, BBA und der Hammonia Verlag erstmals in der Geschichte des BBU-Wettbewerbes gleich mit drei Überraschungen für die Azubis auf: Neben den obligatorischen Urkunden erhielten die Gewinner der ersten Preise jeweils ein Jahresabo der Zeitschrift "DW Die Wohnungswirtschaft". Die Teilnehmer aller ausgezeichneten Projekte erwartet im Sommer ein vom BBU finanzierter Ausflugstag, zum Beispiel in einen Hochseilgarten oder zu einer Kanu-Tour, der von den jungen Leuten maßgeblich selbst organisiert und gestaltet werden kann. "So können Sie nicht nur Ihre Projektmanagement-Fähigkeiten weiter schulen, sondern durch das gegenseitige Kennenlernen vielleicht auch die Basis für ein lebenslanges, berufliches Netzwerk legen", so Maren Kern. Ebenfalls im Sommer schließlich lädt die BBA die Azubis zu einem Karrieretag ein, in dem durch engen Kontakt zu erfahrenden Praktikern Schneisen in den Dschungel der sich bietenden, weiteren Karrierewege in der Immobilienwirtschaft geschlagen werden sollen.Die Preisträger in der Kategorie Genossenschaften1. Preis: Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG (6.101 Wohnungen) für ihr Projekt "Azubis voran – neue Ideen für ein Quartier in Spandau"Ausgezeichnet wurde ein im Februar 2006 initiiertes Projekt, bei dem eine Gruppe aus drei Auszubildenden und zwei Werkstudentinnen mit der Betreuung eines von höherem Leerstand gekennzeichneten Quartiers in Berlin-Spandau betraut wurde. Die Gruppe ging mit vielen innovativen, zielgruppenorientierten Maßnahmen an den Start: U.a. dem "FamilienPlusProgramm" mit einer Mietreduktion von bis zu 100 Euro im Monat oder dem "WohnStarterProgramm" mit einer Verringerung der Genossenschaftsanteile für junge Neugenossen.Bei dem Projekt überzeugten die Jury gleich mehrere Besonderheiten: Den jungen Leuten wurde nicht nur viel Verantwortung übertragen, sondern auch ebenso viele Gestaltungsspielräume und Unterstützung durch ihre Mentoren zuteil. "In jeder Hinsicht vorbildlich", so die Bewertung von Juryvorsitzender Prof. Dr. Jeannette Raethel.2. Preis: Wohnungsbaugenossenschaft WOBAG Schwedt eG (4.759 Wohnungen). Projekt "Babyweihnacht"Bei diesem Projekt überlegten sich zwei Auszubildende 2010 eine Weihnachtsfeier speziell für junge Familien mit Kleinkindern. Von der Konzeption der Veranstaltung über die Organisation und das Einladungsmanagement bis hin zum Begleitprogramm mit dem Verein "Leg los – werd groß" und einem Geschenke verteilenden Nikolaus wurde an alles gedacht – von jetzt ab jährlich.Das Votum der Jury: "Dieses sehr mitgliederorientierte, öffentlichkeitswirksame und von den beiden Auszubildenden aus Anlass des BBU-Wettbewerbs erdachte Projekt konnte detailreich und überzeugend umgesetzt werden. Eigeninitiative gingen hier mit der Unterstützung durch die Ausbilder eine idealtypische Verbindung ein."3. Preis: Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft "Stadt Cottbus" eG (10.394 Wohnungen). Projekt "Jugendstudie"Bei dieser Genossenschaft hat die Übertragung von Projektverantwortung an junge Leute Tradition: Jedes Jahr wird mindestens ein ambitioniertes Projekt von Auszubildenden betreut. 2009 ging es dabei um die eigenverantwortliche Durchführung einer Studie zur Frage "Was ist junges Wohnen in Cottbus?". Die durch Befragungen von 200 Jugendlichen in und um Cottbus gewonnenen Ergebnisse wurden mit dem Genossenschafts-Vorstand diskutiert und in konkrete Handlungsempfehlungen umgesetzt – beispielsweise zur Veränderung von Wohnungsgrundrissen.Junge Leute befragen junge Leute zu ihren Wohnwünschen und werten die Ergebnisse aus: "Hierbei hat nicht nur das Projekt selbst überzeugt, sondern auch der Ansatz der Genossenschaft, junge Mitarbeiter konsequent an Projektverantwortung heranzuführen und sie in der Umsetzung dieser Aufgabe sehr ernst zu nehmen", urteilte die Jury.Besondere Auszeichnung: Marketinginitiative der Berliner Wohnungsbaugenossenschaften e.V. (21 Genossenschaften). Projekt "Azubistand auf den Wohntagen"Jedes Jahr veranstaltet die Marketinginitiative ihren "Wohntag" mit mehreren Tausend Besuchern – 2010 beispielsweise im Tierpark Friedrichsfelde. Seit 2006 sind auch die etwa 40 Auszubildenden der 21 Genossenschaften hier mit einem eigenen Stand vertreten. Die sehr durchdachte, selbstbestimmte und koordinierungsintensive Vorbereitung dieses Projekts wurde im Wettbewerbsbeitrag dargestellt.Mit einer besonderen Auszeichnung bedachte die Jury dieses Projekt, weil es aufgrund seines Umfangs und seiner Nachhaltigkeit beispielgebend ist. Besonders beeindruckt zeigte sie sich auch von der sozialen Komponente des Einsatzes: Jedes Jahr sammeln die jungen Leute mit originellen, selbst erdachten Maßnahmen für einen guten Zweck. "Wir gratulieren den Auszubildenden für ihren hervorragenden Einsatz und der Marketinginitiative für den Freiraum, den sie ihnen dabei lässt."Die Preisträger in der Kategorie Gesellschaften1. Preis: GESOBAU AG, Berlin (37.397 Wohnungen). Projekt "Berlin braucht Dich – Azubis ermöglichen Schülerpraktika bei der GESOBAU"Aus Anlass des BBU-Wettbewerbs entschlossen sich die Auszubildenden bei der GESOBAU im September 2010, die Aktion "Berlin braucht Dich" zu unterstützen. Ziel: Jugendlichen mit Migrationshintergrund erste Einblicke in das Berufsleben ermöglichen und so ihre Ausbildungschancen verbessern. Mit einem sehr umfangreichen und bis in kleinste Details durchdachten Konzept wurde mehreren Jugendlichen das Absolvieren eines Praktikums bei diesem großen Wohnungsunternehmen ermöglicht. Die Auszubildenden bereiteten dabei nicht nur sämtliche Teilschritte vor, sondern zeichneten auch für die Betreuung der Praktikanten vor Ort verantwortlich.Die Begründung der Jury für den ersten Preis: "Persönliche Entwicklung der Auszubildenden und soziales Engagement gehen hier Hand in Hand. Das Miteinander von Eigenverantwortung, Eigeninitiative und Unterstützung durch die Ausbilder ist hier vorbildlich."2. Preis: Kommunale Wohnungsgesellschaft mbH Senftenberg (8.757 Wohnungen). Projekt "Azubis machen einen Imagefilm"Mit dem zweiten Preis ausgezeichnet wurde ein 2010 von den Auszubildenden der KWG angestoßener, erdachter und bis hin zur Ausstrahlung im Stadtfernsehen umgesetzter Werbefilm für das Wohnungsunternehmen. Geboren wurde die Idee 2009 auf dem "Kennen-Lern-Tag" der Auszubildenden."Diese sehr selbständig durchgeführte Übung im praktischen Marketing hat den Azubis viel Raum für eigene Ideen und Leistung gegeben. Darüber hinaus konnten sie auch gleich gute Einblicke in das Unternehmen gewinnen und sich mit ihm identifizieren", so die Begründung der Jury.3. Preis: Wohn- und Baugesellschaft Calau mbH (1.284 Wohnungen). Projekt "Noch kundenfreundlicher mit Azubis"Bei diesem Projekt befassten sich die Auszubildenden aus Anlass des BBU-Wettbewerbs mit der Frage: Wie schreiben wir unsere Mieter an? Auf Grundlage eines zweitägigen Beratungsseminars zu kundenfreundlicher Kommunikation überarbeiteten sie Mieteranschreiben und Texte von Aushängen. Weitere Schritte sind schon geplant – zwei weitere Kundenfreundlichkeits-Workshops sollen in diesem Jahr folgen.Juryvorsitzende Prof. Dr. Jeannette Raethel zur Entscheidung der Jury: "Mit sehr konkretem Nutzen für das Unternehmen konnten sich die Auszubildenden bei diesem Projekt sehr selbständig Gedanken zu Konzept und Umsetzung machen. Diesen Spielraum haben sie sehr gut genutzt. Beispielhaft ist dabei die enge Unterstützung durch die Geschäftsführung und die gute Einbindung in den Berufsalltag."Die Mitglieder der Jury Prof. Dr. Jeannette Raethel, Fachleiterin Immobilienwirtschaft an der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht (Vorsitz) Olaf Berger, komissarischer Chefredakteur der Zeitschrift "DW Die Wohnungswirtschaft", Hamburg Dr. Hans-Michael Brey, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der BBA - Akademie der Immobilienwirtschaft e.V., Berlin Ingrid Even-Pröpper, Referatsleiterin für Grundsatzangelegenheiten Stadtentwicklung und Wohnen im Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg, Potsdam Nils Knochmuß, Ausbildungsberater und Referent für Aus- und Weiterbildung bei der IHK Berlin Dr. Wolfgang Schönfelder, Leiter der BBU-Landesgeschäftsstelle Potsdam

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