BBU-VERBANDSKONFERENZ: GUTE POTENZIALE FÜR GROSSE SIEDLUNGEN

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Auf der Verbandskonferenz zur Vorstellung der BBU-Studie "Neuer Kurs für große Siedlungen" am 12. September wurde deutlich: Große Siedlungen haben gute Zukunftspotenziale. Darüber hinaus sind sie für eine Großstadt wie Berlin unverzichtbar. Vor diesem Hintergrund müsse es darum gehen, ihre Möglichkeiten optimal und mit Blick auf die Zukunft zu entwickeln. Die Politik dürfe sich aber aus der Verantwortung nicht zurückziehen, so der Tenor der anschließenden Diskussion. An ihr nahmen Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer sowie Geschäftsführer und Vorstände von mehr als 60 Berliner Mitgliedsunternehmen des BBU teil. Als Wegweiser für die Bewirtschafter großer Siedlungen setzt sich die BBU-Studie ausführlich mit den Problemstellungen auseinander, die sich in großen Siedlungen ergeben. Unter anderem wird der bauliche Änderungsbedarf sowie das erforderliche Dienstleistungsangebot und die Anforderungen an das Marketing behandelt, um die Marktgängigkeit der Wohnungen in den Siedlungen auch in Zukunft zu gewährleisten. "Wir wollen mit den Handlungsempfehlungen in der Studie einen Diskussionsleitfaden für die Wohnungsunternehmen bereitstellen. Mit diesem Leitfaden können sie auf einzelne Siedlungen zugeschnittene Weiterentwicklungsstrategien erarbeiten", erklärte BBU-Experte Dr. Wolfgang Bohleber, Initiator der Studie, in seinem Referat. Die Studie gebe hierbei mit Praxisbeispielen konkrete Anregungen und Hilfestellungen. BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt hob in seinem Statement die besondere Bedeutung der großen Siedlungen für die Wohnungsversorgung hervor. Diese dürfe gerade im Hinblick auf die in diesen Stadträumen bestehenden Probleme nicht vergessen werden. "Hier und da wird die Rechnung aufgemacht: In Berlin stehen etwa 100.000 Wohnungen leer. Deshalb könnte man doch einfach in den großen Siedlungen 100.000 Wohnungen vom Markt nehmen? Hierbei wird aber verkannt, dass große Siedlungen nicht nur für die Versorgung der Bevölkerung mit preiswertem Wohnraum unverzichtbar sind. Außerdem werden sie nachgefragt, und bieten auch wichtige stadtentwicklungspolitische Vorteile." Dies unterstrich auch Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer in ihrem Vortrag. "Gerade in großen Siedlungen bestehen gute Bedingungen für die Meisterung der Herausforderungen der Zukunft. Wegen der hier hohen Bevölkerungsverdichtung finden effizientes Energiemanagement oder ein leistungsstarkes, preisgünstiges Dienstleistungsangebot für Senioren beste Voraussetzungen." In der Diskussion wiesen die Wohnungsunternehmen wiederholt auf die Wichtigkeit einer verbesserten Zusammenarbeit mit Senat und Bezirken hin. "Wenn die Schulen bei einer großen Siedlung keine gute Qualität bieten, laufen die Bemühungen der Wohnungsunternehmen um die Gewinnung junger Familien natürlich ins Leere", brachte es ein Geschäftsführer auf den Punkt. Auch bei der Gestaltung der Belegungsstruktur wünsche man sich "mehr Flexibilität" seitens der Bezirke. Wenn der Senat die Entwicklungspotenziale großer Siedlungen ernst nehme, müsse die Politik stärker mit den Wohnungsunternehmen kooperieren. Die Broschüre "Neuer Kurs für große Siedlungen" ist im ersten Exemplar für Mitgliedsunternehmen des BBU kostenlos. Jedes weitere Exemplar kostet 20 Euro. Nicht-Mitglieder können die knapp 60seitige Broschüre zum Nettopreis von 35 Euro bestellen. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter www.bbu.de / Publikationen.