BBU-Preisspiegel 2016 – Ausblick für Berlin

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Die sinkenden Fernwärme- und Heizölpreise werden die für 2016 abzurechnenden Heizkosten überwiegend senken: Der Modellhaushalt zahlt bei gleichbleibendem Jahresverbrauch für Fernwärme gut 26 Euro und für eine Lieferung von 5.000 Litern Heizöl je nach Verbrauch zwischen 24 und 220 Euro im Jahr weniger. Für Müllbeseitigung, Wasser, Erdgas und den Strom bleiben die Preise konstant. Erfreulich für viele Mieterinnen und Mieter der BBU-Mitgliedsunternehmen: 2016 wird wohl nicht teurer als das vorangegangene Jahr.

Jährlich legt der BBU im Herbst seinen Preisspiegel als Auszug aus der BBU-Preisdatenbank vor. Der Verband kann bereits zu Jahresbeginn einen ersten Überblick zur Preisentwicklung der betriebskostenrelevanten Leistungen geben.

Der Fernwärmepreis für das BBU-Modellhaus (Mischpreis brutto) sank zum 1. Januar 2016 gegenüber dem Vorjahresstichtag von 80,35 auf 77,62 Euro je Megawattstunde (Euro/MWh). Das entspricht einer Senkung von 3,4 Prozent. Der BBU-Modellhaushalt kann sich über Einsparungen in Höhe von rund 2,73 Euro/MWh oder gut 26 Euro/Jahr brutto freuen. Die fiktive Jahresfernwärmerechnung für den Berliner Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 9,6 MWh würde demnach um 26 Euro auf rund 745 Euro fallen. Im Langzeitvergleich stieg der Fernwärmepreis seit dem 1. Januar 2011 um etwa zwei Prozent.

Der Erdgaspreis bleibt konstant. Zum 1. Januar 2016 lag der Gaspreis für das BBU-Modellhaus (Mischpreis brutto) unverändert bei 48,04 Euro/MWh. Die fiktive Jahreserdgasrechnung bliebe für den Berliner Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 10 MWh bei rund 480 Euro. Im Langzeitvergleich sank der Gaspreis seit dem 1. Januar 2011 um 19 Prozent.

Der durchschnittliche Heizölpreis lag in Berlin zum 1. Januar 2016 für eine Lieferung von 5.000 Litern bei knapp 42 Euro je 100 Liter. Das waren 26 Prozent weniger als zum Vorjahresstichtag. Im Langzeitvergleich fiel der Heizölpreis seit dem 1. Januar 2011 um rund 45 Prozent.

Beim Mieterstrom blieb der Strompreis (Mischpreis brutto) zum 1. Januar 2016, trotz Erhöhung der EEG-Umlage und der Netzentgelte, gegenüber dem Vorjahresstichtag mit 0,3131 Euro je Kilowattstunde (Euro/kWh) konstant. Der Berliner Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 2.500 kWh müsste eine fiktive Jahresstromrechnung von knapp 783 Euro begleichen. Im Langzeitvergleich stieg der Strompreis seit dem 1. Januar 2011 um gut 23 Prozent.

Zum 1. Januar 2016 ist der Mischpreis für einen Kubikmeter Trink-, Ab-/Schmutz- und Niederschlagswasser für das BBU-Modellhaus in Berlin gegenüber dem Vorjahresstichtag mit 4,56 Euro brutto unverändert geblieben. Für den Berliner Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 100 Kubikmeter entspricht das einer fiktiven Jahreswasser- und -abwasserrechnung von 456 Euro. Im Langzeitvergleich sank der Wasserpreis seit dem 1. Januar 2011 um rund elf Prozent.

Für das BBU-Modellhaus blieben auch die Müllgebühren (Mischpreis brutto) gegenüber dem Vorjahresstichtag zum 1. Januar 2016 mit 27,28 Euro/Kubikmeter unverändert. Die fiktive Jahresmüllrechnung für den Berliner Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 3,12 Kubikmeter beläuft sich auf gut 85 Euro. Im Langzeitvergleich stiegen die Müllgebühren seit dem 1. Januar 2011 um etwa 18 Prozent.

Mit 810 Prozent bleibt der Grundsteuerhebesatz B in Berlin im Vergleich zu allen anderen 79 Städten der BBU-Preisdatenbank am höchsten. Im Langzeitvergleich blieb die Grundsteuer seit dem 1. Januar 2011 unverändert.

Alle Angaben sind vorläufig. Der BBU wird in den kommenden Monaten auch alle brandenburgischen Ver- und Entsorger sowie Städte- und Gemeindeverwaltungen anschreiben und um die Mitwirkung an dem BBU-Preisspiegel bitten.

Zwei Grafiken stehen zum Download bereit. Für Fragen steht Ihnen der BBU-Bereich Technik unter Telefon (030) 897 81-152 (Ulf Wisniewski) gern zur Verfügung.

Downloads

160107_preisspiegel_berlin_entwicklung_2011-16
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160107_preisspiegel_berlin_entwicklung_2015-16
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