Die Landesgeschäftsstelle Potsdam des Verbandes der Berlin-Brandenburgischen Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) feierte ihr 15jähriges Jubiläum. BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt begrüßte gestern Abend in den Geschäftsräumen in der Behlertstraße u.a. die wohnungspolitische Sprecherin der Linken/PDS-Fraktion, Helga Böhnisch, wohnungspolitische Fachleute der SPD-Fraktion sowie Vertreter von Mitgliedsunternehmen.
"Der BBU war 1990 schon vor der Wiedervereinigung der erste wohnungswirtschaftliche Verband, der über Ländergrenzen hinweg arbeitete" erklärte Burkardt. Dank der Arbeit der Landesgeschäftstelle Potsdam sei der BBU im Land Brandenburg vor Ort präsent und erster Ansprechpartner für seine 223 brandenburgischen Mitgliedsunternehmen. Die Landesgeschäftsstelle wurde am 24. März 1992 als BBU-Repräsentanz für das Land Brandenburg eingerichtet. Außer in Potsdam wird ein weiteres Büro in Frankfurt / Oder unterhalten. Schwerpunkt der Verbandsarbeit wird auch zukünftig insbesondere der Stadtumbau Ost sein. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung wurden bislang knapp 30.000 Wohnungen im Land Brandenburg vom Markt genommen. Bis 2009 sollen weitere 25.000 folgen. "Diese bis 2009 vom Markt genommenen 55.000 Wohnungen werden aber nicht ausreichen, um den Leerstand im Land Brandenburg dauerhaft zu senken" warnte Burkardt und forderte: "Das Stadtumbauprogramm muss auch nach 2009 mit Nachdruck fortgesetzt werden." Aufgrund der fortgesetzten Abwanderungen vor allem aus dem äußeren Entwicklungsraum des Landes könnten andernfalls bis 2030 weitere 150.000 Wohnungen leer stehen. "Es geht hier um die Zukunft der Wohnungsunternehmen und die Existenz der Kommunen" unterstrich Burkardt. Ein weiteres wichtiges Thema der Verbandsarbeit ist die Entwicklung der Betriebskosten: "Unsere Preisdatenbank hat deutlich gemacht, dass es beispielsweise bei der Wasserversorgung im Land Brandenburg zwischen einzelnen Anbietern Preisunterschiede von bis zu hundert Prozent gibt. Hierfür müssen sich die Versorger rechtfertigen." Unter dem Dach des BBU sind 363 Wohnungsbaugesellschaften und –genossenschaften der Länder Berlin und Brandenburg vereinigt. Die 223 Mitgliedsunternehmen im Land Brandenburg verwalten gut 385.000 Wohnungen mit mehr als 800.000 Mietern. Das entspricht 30 Prozent des brandenburgischen Wohnungsbestandes.