Die Berliner Fachmesse bautec wandelt ihr Profil – und zielt stärker auf die Wohnungswirtschaft. Am 22. Februar 2012 veranstaltete sie deshalb erstmals das "Fachforum Immobilien- und Wohnungswirtschaft" (FIW). Der BBU war mit einem umfangreichen Programmpunkt mit dabei. Mit Erfolg: Die Veranstaltung war gut besucht.
Auf dem Programm der Nachmittagsveranstaltung standen die Themen "Potenziale großer Wohnsiedlungen für Energie und Klimawandel" sowie "Neubau von Wohnungen in Berlin und Brandenburg". Als Veranstaltungsort diente – namentlich zum BBU passend – der Raum "Brandenburg" auf dem Gelände der Messe Berlin.Klimaschutz-Berichte aus der PraxisDie sechs FIW-Vorträge befassten sich unter Moderation von BBU-Vorstandsmitglied Maren Kern mit Modernisierungs- und Neubauprojekten von BBU-Mitgliedsunternehmen. Bei den Referaten zum Klimaschutz bot dabei ein Vortrag eine besonders originelle Perspektive: Die Sanierung und Modernisierung der denkmalgeschützten Schwarzkopff-Siedlung in Wildau. "Auf Anhieb denkt man bei Großsiedlungen nicht an historische Gebäudekomplexe. Dabei ist gerade der Denkmalschutz eine ganz besondere Herausforderung für die energetische Modernisierung", kündigte Kern den Vortrag von Frank Kerber, Geschäftsführer der Wildauer Wohnungsbaugesellschaft mbH, an. Weitere Vorträge zu Klimaschutzmodernisierungen wurden von Volker Ries (degewo, Modernisierung "Mariengrün") und Dr. Hans-Jürgen Gaudig (Ingenieursgesellschaft BBP Bauconsult mbH, energetische Modernisierung im Zusammenhang mit Stadtumbau) gehalten. Bauen in der InnenstadtBeim Thema Neubau stand vor allem der Wohnungsneubau in Innenstadtlagen im Mittelpunkt. In ihrer Anmoderation unterstrich Kern, dass Neubau sowohl in Berlin als auch im Land Brandenburg eine wachsende Rolle spiele. Während in Berlin die starke Zunahme der Haushaltszahlen aufgefangen werden müssen, ginge es in den brandenburgischen Städten vor allem um Ersatzneubau und die Errichtung von generationengerechten Spezialimmobilien. Von ihren Erfahrungen berichteten Arved Hartlich (eg Wohnen Cottbus) und Jochen Icke (Märkische Scholle eG). Zum Abschluss führte Ingo Lindner (BBT GmbH) in die "Geheimnisse kostengünstigen Neubaus" ein. Die Antwort der BBT auf diese Frage: Klare Zielformulierung, stringente Planung und strikte Kontrolle. Gute Resonanz"Für eine Messeveranstaltung war die Zahl der Besucher sehr gut", resümierte Kern. Neben BBU-Mitgliedsunternehmen waren auch weitere Messebesucher gekommen. Die FIW soll auf der nächsten bautec als Format ausgebaut werden.
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