BBU: "DEMOGRAFISCHEN WANDEL AKTIV GESTALTEN"

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63 Millionen Euro in barrierefreies und barrierearmes Wohnen investiert Berlin – "Der demografische Wandel ist im Handeln der Wohnungsunternehmen eine feste Größe." Das sagte Ludwig Burkardt, Vorstandsmitglied beim Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen, anlässlich der heutigen Eröffnung von zwei Senkrechtliften bei der Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft Berlin-Süd eG (GeWoSüd). Seit 2000 hätten die BBU-Mitgliedsunternehmen fast 63 Millionen Euro in die Barrierefreiheit oder Barrierearmut von knapp 15.000 Wohnungen investiert. "In einer alternden Bevölkerung müssen die Wohnungsunternehmen die Bedürfnisse älterer und weniger mobiler Menschen im Blick haben. So können sie sie als Mieter halten", so Burkardt. Dazu zähle nicht nur barrierefreies oder barrierearmes Wohnen. Auch die Sicherheit sei ein wichtiges Thema. Neben einem sicheren und gepflegten Wohnumfeld stehe hier die persönliche Sicherheit im Vordergrund. Burkardt: "23 Prozent unserer Mitgliedsunternehmen bieten Notrufsysteme, Rufbereitschaft oder andere Dienstleistungen des vernetzten Wohnens an." Zu dem generationengerechten Angebot der Wohnungsunternehmen gehören noch andere Dienstleistungsangebote. Knapp 57 Prozent der Berliner BBU-Mitgliedsunternehmen bieten ihren Mieterinnen und Mietern Begegnungsstätten, gut 17 Prozent haben hauswirtschaftliche Dienstleistungen im Angebot, und 26 Prozent haben Kooperationsabkommen mit Trägern der Wohlfahrtspflege abgeschlossen. Im Land Brandenburg liegen diese Werte bei knapp 30 (Begegnungsstätten), 22 (Hauswirtschaft) bzw. 13 (Kooperationsverträge) Prozent. Neben der Anpassung des Wohnungsbestandes an die Bedürfnisse alter Menschen und der Entwicklung wohnbegleitender Dienstleistungsangeboten gehe es den beim BBU organisierten Wohnungsunternehmen vor allem auch um die Bezahlbarkeit von Wohnen im Alter. "Viele politische Auflagen führen zu steigenden Mieten. Aktuell gilt das vor allem für die Klimaschutzvorhaben der Bundesregierung. Deshalb ist Augenmaß ist wichtig. Politische Vorgaben dürfen nicht zu unbezahlbaren Wohnungen führen", so Burkardt. Dabei müsse das sinkende Einkommensniveau künftiger Rentnergenerationen berücksichtigt werden. Unter dem Dach des BBU sind 363 Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften der Länder Berlin und Brandenburg vereint. Die BBU-Mitgliedsunternehmen bewirtschaften gut 1,1 Millionen Wohnungen. Das sind über 40 Prozent aller Mietwohnungen in Berlin und fast 50 Prozent der Mietwohnungen im Land Brandenburg.