BBU: BERLINER WASSERPREISE ZU HOCH UND INTRANSPARENT - "SENATOR WOLF VERGIESST KROKODILSTRÄNEN"

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Anlässlich der heutigen Pressemitteilung der Berliner Wasserbetriebe zu ihrem neuen Tarifmodell kritisiert der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) die Wasserpreise in Berlin als zu hoch und intransparent. "Wir brauchen in Berlin endlich niedrigere Preise und Einsicht in die Preiskalkulation der BWB" forderte BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt. "Drei Jahre wurde über die neue Tarifstruktur debattiert. Die BWB hätten sich in dieser langen Zeit lieber Gedanken über besseren Verbraucherschutz machen sollen." Die marginale Entlastung einiger Verbrauchergruppen ab 1. Juli 2007 ändere nichts daran, dass Wasser in Berlin so teuer sei wie in keiner anderen deutschen Großstadt. "Mit den neu eingeführten Grundpreisen decken die BWB nur drei Prozent ihrer Fixkosten ab. In anderen Städten liegt dieser Anteil bei 30 bis 40 Prozent. Deshalb ist schon jetzt absehbar: Die Grundpreise werden weiter steigen. Wasser dürfte in dieser Stadt also auch in Zukunft noch teurer werden", so Burkardt. Seit 2003 ist Trinkwasser in Berlin um gut 20 Prozent teurer geworden, die Abwasserentsorgung verteuerte sich im selben Zeitraum sogar um über 30 Prozent. Seit 2003 erwirtschafteten die BWB einen Gesamtgewinn von knapp 800 Millionen Euro. Burkardt: "Nur die Offenlegung der Preiskalkulation kann detailliert Aufschluss über die Hintergründe dieses starken Preisauftriebs geben. Der BBU und seine Partner werden sich deshalb in der weiteren Diskussion mit Nachdruck dafür einsetzen, dass Transparenz- und Effizienzgebot in das Berliner Betriebegesetz aufgenommen werden." Burkardt äußerte sich auch kritisch zu den von Vattenfall angekündigten Strompreiserhöhungen. "Wirtschaftssenator Wolf profitiert beim Wasser gerne von der Preistreiberei. Dass er sich jetzt bei den Strompreisen gegen Preiserhöhungen ausspricht, ist unglaubwürdig. Hier werden Krokodilstränen vergossen. Die Strompreiserhöhung bei Vattenfall zeigt: Es war ein Fehler, die Strompreise freizugeben. Der Wirtschaftssenator muss die Kartellaufsicht personell aufstocken."