BBU: BEIM DEMOGRAFIEKONZEPT MARKETING NICHT VERNACHLÄSSIGEN

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Chance zur gezielten Entwicklung großer Siedlungen nutzen Berlin – Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) begrüßt den ressortübergreifenden Ansatz des Berliner Demografiekonzepts. Der heute von Senatorin Junge-Reyer vorgestellte Zwischenbericht mache deutlich: "Landeseigenen, privaten und genossenschaftlichen Wohnungsunternehmen kommt bei der Gestaltung des demografischen Wandels eine zentrale Bedeutung zu", so BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt. Der Senat könne bei der weiteren Ausarbeitung des Konzepts auf Sachverstand und Erfahrungen der Wohnungswirtschaft zurückgreifen. Die Berliner Wohnungsunternehmen verfügten auf dem Gebiet des demografischen Wandels bereits über umfangreiche Erfahrungen. Im Interesse der Vermietbarkeit hätten die Wohnungsunternehmen schon seit längerem Aspekte wie Integration, Quartiersmanagement, optimales Wohnumfeld und Generationenwohnen im Blick. Es sei gut, dass der Senat nun die Initiative für ein einheitliches Konzept ergreife. Burkardt: "Dabei ist es wichtig, Anstrengungen und Erfolge auch über Berlin hinaus bekannt zu machen. Deshalb muss das Demografiekonzept auch eine Stadtmarketingkomponente haben, die über die Zielgruppe der Unterhaltungstouristen hinausgeht." Notwendig sei dabei auch, innerhalb des Demografiekonzepts den Blick auf das Potenzial von Großsiedlungen zu richten. "Große Siedlungen bieten sowohl für junge Familien als auch für Senioren interessante Wohnperspektiven", unterstrich Burkardt. In den letzten Jahren sei nicht nur viel in Sanierung und Modernisierung der Siedlungen investiert worden. Die Wohnungsunternehmen hätten außerdem das Angebot wohnbegleitender Dienstleistungen in großen Siedlungen ausgebaut. Sinnvoll sei aus Sicht des BBU daher eine Auseinandersetzung mit den Entwicklungsmöglichkeiten dieser Siedlungen. "Gerade auch im Hinblick auf den demografischen Wandel in all seinen Facetten stellen Großsiedlungen für Berlin ein wertvolles Kapital dar. Zu seiner gezielten Entfaltung bedarf es der gemeinsamen Anstrengung von Wohnungsunternehmen und Senat. Die weitere Ausarbeitung des Demografiekonzepts kann hierzu einen guten Ansatzpunkt liefern." Unter dem Dach des BBU sind 363 Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften der Länder Berlin und Brandenburg vereint. Die BBU-Mitgliedsunternehmen bewirtschaften gut 1,1 Millionen Wohnungen. Das sind über 40 Prozent aller Mietwohnungen in Berlin und fast 50 Prozent der Mietwohnungen im Land Brandenburg.