Die 66 kreisfreien Großstädte in Deutschland wiesen für das Jahr 2015 eine insgesamt leicht negative Binnenwanderungsbilanz auf und bestätigen damit die Entwicklung des Vorjahres. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Großstädten, wie das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) auf Basis einer aktuellen Analyse berichtet.
Unter den kreisfreien Städten, die im Jahr 2015 mehr Fortzüge in einen anderen deutschen Kreis als Zuzüge zu verzeichnen hatten, befinden sich laut BBSR mit München (-11.500 Personen) und Berlin (-4.600) auch zwei der sieben größten deutschen Städte. Vor allem würden Familien den Großstädten den Rücken kehren: So war die Binnenwanderungsbilanz sowohl bei den 30- bis 49-Jährigen als auch bei den unter 18-Jährigen in 2015 deutlich negativ, berichtet das BBSR. Demgegenüber ziehe es gerade die 25- bis 29-Jährigen in die Großstädte. Gestiegene Miet- und Immobilienpreise würden diesen Effekt allein nicht erklären. Gerade München sei mit seiner hohen Siedlungsdichte und den höchsten Immobilienpreisen als Sonderfall anzusehen, so das BBSR.
Ansprechpersonen