BBR VERÖFFENTLICHT UMFRAGE ZU WOHN- UND LEBENSBEDINGUNGEN IN DEUTSCHLAND: NEUE LUST AM LEBEN IN DER STADT

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Die Stimmung in Deutschland hat sich im Jahr 2007 stark verbessert: Fast zwei Drittel der Deutschen sind zufrieden mit ihrem Leben, speziell in den Großstädten wächst die Lust daran. Auch die Zufriedenheit mit den städtischen Angeboten ist höher, je größer die Stadt ist. Das geht aus der jährlichen repräsentativen Bevölkerungsumfrage des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) hervor, deren Ergebnisse die Behörde als Sonderveröffentlichung "Leben in deutschen Städten" veröffentlicht hat. Stadtgesellschaft in BewegungDeutschland ist eine mobile Gesellschaft – in Großstädten ziehe jährlich etwa jeder achte Haushalt um. Fast die Hälfte der Befragten habe angegeben, noch keine zehn Jahre in ihrer derzeitigen Wohnung zu leben. 32 Prozent der Befragten führten für einen beabsichtigten Umzug berufliche Gründe an, die damit zum wichtigsten Wanderungsmotiv würden. Die ökonomischen Flexibilitäts- und Mobilitätsanforderungen würden also wesentlich zur räumlichen Mobilität beitragen.Zunehmende IntegrationsbereitschaftEin Blick in die Nachbarschaft belege, dass Deutschland seit langem ein Einwanderungsland ist. In großstädtischen Wohngebieten hätten im Herbst 2007 nur zwölf Prozent der Westdeutschen und 32 Prozent der Ostdeutschen angegeben, dass in ihrer Nachbarschaft keine Ausländer vertreten seien. 1990 wären es noch 38 bzw. 80 Prozent der in Großstädten Befragten gewesen. Zugleich habe die Integrationsbereitschaft stetig zugenommen. 1990 hätten nur 34 Prozent der ostdeutschen und 42 Prozent der westdeutschen Großstadtbevölkerung ein Zusammenleben von Ausländern und Deutschen gut gefunden, seien es inzwischen 57 bzw. 76 Prozent.Modernisierungsaufwendungen zeigen WirkungDie Befragten nähmen die städtebaulichen Investitionen besonders in den Großstädten deutlich wahr. Während in ostdeutschen Großstädten 83 Prozent ihrem Wohngebiet einen guten bzw. sehr guten Zustand attestierten, seien es in westdeutschen immerhin 75Prozent. Entsprechend hätten 63 Prozent der ostdeutschen, aber nur 26 Prozent der westdeutschen Großstädter von Umgestaltungs- bzw. Verbesserungsmaßnahmen während der letzen Jahre berichtet. Weniger gut sehe es in ostdeutschen Mittel- und Kleinstädten außerhalb der Stadtregionen aus, die nach wie vor unter einer starken Abwanderung von Erwerbsfähigen litten.Die BBR-Umfrage nach den Wohn- und Lebensbedingungen findet seit 1990 in den neuen wie alten Bundesländern statt. Ein gleich bleibender Fragenkatalog sichere den langfristigen Vergleich der Umfrageergebnisse. Die Sonderveröffentlichung enthält Befunde zu 20 ausgewählten Themen – etwa Einschätzungen der Deutschen zu den Lebensbedingungen in ihrer Stadt, zur Qualität des eigenen Wohnumfelds und zum Alltag in ihrem Wohngebiet. Diese Umfrage ist Teil des Raum- und Stadtbeobachtungssystems des BBR. Weitere Informationen dazu bietet die Internet-Plattform www.raumbeobachtung.de.Die Sonderveröffentlichung des BBR "Leben in deutschen Städten" kann zum Preis von 10,00 Euro beim Selbstverlag des BBR (selbstverlag@bbr.bund.de) oder im Buchhandel bezogen werden. Weitere Informationen zur Publikation gibt es auf der Website des BBR (Link).