Satt zersprang das Glas im frisch fertiggestellten Dreigeschosser. Mit Richtspruch, Hochrufen und dem alten Brauch, ein Sektglas zu zerschlagen, hatte der Zimmermann den Gepflogenheiten seiner Zunft genüge getan. Und als schließlich die geschmückte Richtkrone über den Dächern der sechs Neubauten in der Forststraße schwebte, hatte die ProPotsdam eine neue Marke erreicht: Mit den 54 neuen Wohnungen, für die er am 2. Oktober Richtfest feierte, hat der kommunale Unternehmensverbund insgesamt bereits mehr als 20 Prozent der gemeinsam mit der Stadtverwaltung vereinbarten 1.000 Neubau-Wohnungen fertiggestellt. Nach zweieinhalb Jahren sind so schon 214 der so dringend benötigten Wohnungen mindestens im Rohbau fertig.
"Und bis zum Ende des Jahres kommen noch ein paar Wohnungen hinzu", sagte ProPotsdam-Geschäftsführer Jörn-Michael Westphal. "In vier Wochen haben wir dank des nächsten Richtfestes für unsere Wohngalerie in der Teltower Vorstadt dann mehr als 25 Prozent erreicht. Wir liegen nach einer Anlaufphase gut im Plan. Der Tanker hat Fahrt aufgenommen, so haben wir es neulich mal ausgedrückt."Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs freute sich, dass man sich auf die Zeitpläne des Unternehmens verlassen kann. "Aber es darf nicht vergessen werden, dass wir die ProPotsdam nicht überlasten dürfen", sagte Potsdams Stadtoberhaupt. "Wir fahren auf gerade Anschlag." Natürlich würden auch andere Unternehmen dazu beitragen, mehr Wohnraum in der Landeshauptstadt zu schaffen: "Aber die ProPotsdam trägt die Hauptlast."Gemeinsam befestigten Jann Jakobs und Jörn-Michael Westphal anschließend den Abschnitt des symbolischen Maßbandes, welches den Fortschritt im 1000-Wohnungs-Programm dokumentiert, an der Richtkrone, dankten den Handwerkern und wünschten eine weiterhin unfallfreie Arbeit.
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