BAUHAUPTGEWERBE IN BERLIN MIT VOLLEN AUFTRAGSBÜCHERN, TIEF- UND STRASSENBAU MIT SORGEN

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Die aktuelle konjunkturelle Lage der Berliner Wirtschaft, insbesondere des Bauhauptgewerbes, ist laut KMU-Bericht 2012 äußerst positiv. Fast zwei Drittel der vom IBB befragten Bauunternehmer bewerten ihre Geschäftslage als gut und sehr gut. Im Bereich des Tief- und Straßenbaus führt die verspätete Haushaltsverabschiedung jedoch zu fehlenden Auftragseingängen Mit den guten Geschäftszahlen des Bauhauptgewerbes setzt sich das umsatzstarke Jahr 2011 der mittelständischen Bauwirtschaft für die Berliner Unternehmen auch in den ersten Monaten dieses Jahres fort. "Ausschlaggebend für die gute Konjunktur dürfte die hohe Nachfrage an Immobilien sein, die sich letztendlich in einem erhöhten Bedarf an Bauleistungen niederschlägt", urteilt Reinhold Dellmann, Hauptgeschäftsführer der Fachgemeinschaft Bau. Im ersten Quartal des Jahres konnte der Berliner Wohnungsbau hinsichtlich des Auftragseinganges im Vergleich zum Vorjahr um 31 Prozent zulegen. Neben aller Euphorie gibt es aber auch Grund zur Sorge. Die im Bereich des Tief- und Straßenbaus tätigen Unternehmen mussten seit Anfang April ihre Mitarbeiter teilweise in Kurzarbeit schicken. Entspannen wird sich die Lage im Tief- und Straßenbau erst im Herbst, wenn die bis dahin ausgeschriebenen Aufträge ausgeführt werden können. Für die Unternehmen kommt es dann sogar zum Auftragsstau, da die für 2012 freigegebenen Mittel verbaut werden müssen. Mit Blick auf die gesamte mittelständische Baubranche in Berlin sind die Umsatzerwartungen für 2012 gedämpft. Nur 35 Prozent der Unternehmen erwarten ein Umsatzwachstum. Rund die Hälfte der Befragten im Bauhauptgewerbe rechnet mit stagnierenden Ergebnissen.

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