Das von BBU und MIR vergebene Qualitätssiegel "Gewohnt gut – Fit für die Zukunft" ist im Oktober an die Wohnungsgenossenschaft "Einheit" eG Hennigsdorf verliehen worden. Mit ihrem Projekt "Altersgerechtes Wohnen im Zentrum" habe sie sozialen und städtebaulichen Nutzen miteinander verbunden, so die Jury in ihrer Begründung.
Die Urkunde wurde von Dr. Wolfgang Schönfelder, Leiter der BBU-Landesgeschäftsstelle Potsdam, und Jürgen Schweinberger, Abteilungsleiter im MIR, überreicht. Nach ihren Laudationes gratulierte der Hennigsdorfer Bürgermeister, Andreas Schulz, der Genossenschaft zu der Auszeichnung. Das Beispiel der 2004 fertig gestellten altengerechten Wohnanlage zeige, dass Stadtumbau mehr sei als nur der Abriss dauerhaft nicht mehr benötigter Wohnungen, unterstrichen Dr. Schönfelder und Schweinberger in ihren Reden. Drei Abgeordnete bei Urkundenübergabe dabeiNeben Vertretern der lokalen Medien, den Mitgliedern des Aufsichtsrates und dem Bürgermeister von Hennigsdorf waren mit Barbara Richstein, Thomas Günther und Angelika Krüger-Leißner zwei Landtags- und eine Bundestagsabgeordnete bei der Auszeichnung anwesend. Sie nahmen auch an der im Anschluss an die Urkundenübergabe stattfindenden Besichtigung einiger Wohnungen teil und nutzten die Gelegenheit zum Gespräch mit den Mieterinnen und Mietern.Bewohnerwünsche umgesetzt"Die Wohnungen waren schon vor Baubeginn vollständig vermietet. Deshalb konnten wir auf die Wünsche der zukünftigen Bewohner eingehen", erläuterte Hartmut Schenk, Vorsitzender des Genossenschaftsvorstandes. So sind alle Wohnungen von überglasten Fluren aus zugänglich: "Deshalb haben beispielsweise Bäder, die bei anderer Bauweise innenliegend gewesen wären, Tageslicht. Das war vielen Bewohnern wichtig." Außerdem hätten sie sich auch gegen amerikanische Küchen und Laubengänge entschieden. In den begrünten Fluren zwischen den Wohnungen treffen sich die Nachbarn zum Skat spielen oder zum Kaffee trinken.Das ganz Besondere an der Wohnanlage erfährt man aber erst im Gespräch mit den Mieterinnen und Mietern: Obwohl die Wohnungen bewusst keinen Heimcharakter haben, können die Mieter bei Bedarf auf einen im Haus angesiedelten Pflegedienst zurückgreifen. Eine Seniorin: "Das ermöglicht es uns Mietern, so lange wie möglich selbständig zu leben. Falls wir bei etwas Hilfe brauchen, haben wir im Haus schnell einen Ansprechpartner. Das gibt Sicherheit."Lange WartelisteDer Erfolg der großzügigen und gepflegten Wohnanlage in unmittelbarer Zentrumsnähe spricht für sich. Derzeit umfasst die Warteliste für die 59 Wohnungen über 60 Interessenten. Krüger-Leißner, MdB: "Vor diesem Hintergrund könnte sich die Genossenschaft doch fast überlegen, ob sie nicht noch mehr solcher Wohnungen baut?" Genossenschaftsvorstand Schenk versprach, man denke darüber nach.