AUSBILDUNGSWERK KREUZBERG FEIERT DAS ERFOLGREICHE QUALIFIZIERUNGSMODELL WORKIN

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Das Ausbildungswerk Kreuzberg e.V. (ABW) hat mit seinem Modellprojekt neue Wege in der Verbindung von Sozialer Arbeit und Quartiersentwicklung eingeschlagen. Zusammen mit Unternehmen aus der Wohnungswirtschaft konnten sich junge Menschen zum Haus-, Anlagen- und Einrichtungsbetreuer qualifizieren. Seit März 2009 arbeitet das Team von WorkIn mit der Wohnungswirtschaft zusammen, um junge, arbeitslose Erwachsene aus dem Quartier zum Haus-, Anlagen- und Einrichtungsbetreuer weiterzubilden. Gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds im Rahmen des Bundesprogramms "BIWAQ" und des Städtebauförderungsprogramm "Soziale Stadt" des Bundesbauministeriums (BMVBS), wurde WorkIn vom ABW entwickelt. Um den prognostizierten Fachkräftebedarf in der Wohnungswirtschaft zu decken, haben die Mitarbeiter von WorkIn das traditionelle Berufsbild des Hausmeisters zur Hausbetreuung weiterentwickelt. Am 29. Februar endet das Projekt nun - Zeit für eine Leistungsbilanz.Arbeitslos heißt nicht gleich unmotiviertDas Bild arbeitsloser junger Erwachsener aus einem schwierigen Quartier ist oft mit Vorurteilen behaftet. Das spiegelt sich sowohl im Selbstbildnis der jungen Menschen als auch in der Erwartungshaltung der Wohnungsunternehmen wider. Alle Programmteilnehmer waren langzeitarbeitslos und zumeist ohne Ausbildungsabschluss. Nach anfänglichen Schwierigkeiten haben beide Seiten den Beweis geliefert, dass eine gute und fundierte Qualifizierung verbunden mit fachlich betreuten Praxisphasen in der Wohnungswirtschaft zu einer erfolgreichen beruflichen Entwicklung beitragen können. Von den 20 bis 30 Teilnehmern pro Lehrgang haben viele die 18monatige Weiterbildung erfolgreich absolviert und konnten bei kooperierenden Unternehmen Fuß fassen, eine Ausbildung aufnehmen oder sind mittlerweile selbständig tätig. Der Wille zur Weiterentwicklung: Exportschlager WorkInDer wesentliche Erfolg zur nachhaltigen Sicherung der Projektergebnisse ist auch dadurch gelungen, dass mit den Wohnungsgenossenschaften und weiteren Unternehmen begonnen wurde, einen Verbund zur Einarbeitung, Weiter- und Ausbildung aufzubauen. An der Weiterentwicklung des Ausbildungsberufes im Bereich der Haus- Anlagen und Einrichtungsbetreuung kann damit nachhaltig gearbeitet werden. Längst wirken die Projektergebnisse auch über Berlin hinaus. So hat ein großer Wohnungsunternehmensverbund aus Potsdam das Konzept aufgegriffen und wird in den nächsten drei Jahren ältere Arbeitslose über 45 Jahren im Berufsfeld Hausbetreuung qualifizieren. Diese werden dann beispielsweise in zukunftsträchtigen Projekten wie die Gartenstadt Drewitz eingebunden. Das ABW wird auch hier für die Qualifizierung Pate stehen, so dass auf den Erfahrungen des Kreuzberger Modellprojekt aufbaut werden kann.

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 Kerstin Braun
Kerstin
Braun
Mitarbeiterin
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