Die Bemühungen der Wirtschaft, das Interesse junger Menschen an einer dualen Berufsausbildung zu steigern, hatten bundesweit bei jungen Männern Erfolg: 384.900 fragten einen Ausbildungsplatz nach – ebenfalls ein neuer Spitzenwert seit 2009. Gegensätzlich verlief die bundesweiten Entwicklung bei den jungen Frauen: Lediglich 225.100 fragten eine duale Berufsausbildung nach – ein historischer Tiefstand. Dieser Negativrekord dämpfte auch den Zuwachs bei der Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge, die mit 531.400 um +8.100 (+1,6 %) höher ausfiel als im Vorjahr.
Auf eine neue Höchstmarke stieg jedoch auch die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze. Mit 57.700 fiel diese mehr als dreimal so hoch aus wie 2009 und lag um +17,7 % höher als 2017. Dies sind zentrale Ergebnisse der Analysen des Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) zur Entwicklung des Ausbildungsmarktes im Jahr 2018. Sie basieren auf der BIBB-Erhebung über neu abgeschlossene Ausbildungsverträge zum 30. September 2018 sowie auf der Ausbildungsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit (BA).