Der VdW südwest hat seinen Frankfurter Mitgliedsunternehmen empfohlen, den neuen städtischen Fragebogen zum energetischen Mietspiegel nicht auszufüllen.
Mit dem Fragenkatalog werde vielen Vermietern die gesetzliche Wahlfreiheit genommen, sich gegen einen bedarfsorientierten Energieausweis zu entscheiden. "Frankfurt versucht so, den bedarfsorientierten Ausweis durch die Hintertür einzuführen", sagte Rudolf Ridinger, Vorstandssprecher des VdW Südwest. Zudem bewirke der energetische Mietspiegel eine Absenkung des Grundniveaus der Kaltmieten. Der Frankfurter Magistrat hatte die Einführung des energetischen Mietspiegels entgegen der Stellungnahme der Mietspiegelkommission beschlossen, zu deren Vertretern der VdW zählt. Die VdW-Mitgliedsunternehmen bewirtschaften etwa 30 Prozent der vermieteten Wohnungen Frankfurts. "Wenn sich unsere Mitglieder gegen den energetischen Mietspiegel entscheiden, ist die Erhebung nicht repräsentativ", sagte Ridinger zur Frage nach der Konsequenz des Boykotts. Frankfurt ist nach Darmstadt erst die zweite deutsche Stadt, die den energetischen Mietspiegel einführt.