Aus aktuellem Anlass: BBU-Vorständin Maren Kern zum Krieg in der Ukraine / Appell an BBU-Mitgliedsunternehmen zur Bereitstellung von Wohnraum für Geflüchtete

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Der russische Überfall auf die Ukraine erfüllt mich mit maßloser Trauer und tiefem Entsetzen. Nie hätte ich es für möglich gehalten, dass es im Europa des 21. Jahrhunderts zu einem Angriffskrieg kommen würde, wie wir ihn jetzt fassungslos nur zwei Flugstunden von Berlin-Brandenburg entfernt erleben müssen. Unser Kontinent, der nach der Katastrophe des 2. Weltkriegs fast 80 Jahre von wenigen Ausnahmen abgesehen in Frieden lebte und sogar den Kalten Krieg überwunden hat, ist wieder zum Schauplatz des Schrecklichsten geworden, was die Menschheit hervorgebracht hat: das Töten von Menschen und das Zerstören von Kulturgütern im Namen von nationalistischem Wahn und ideologischer Verblendung. Die Büchse der Pandora ist geöffnet worden – und niemand weiß, wie wir sie wieder verschlossen bekommen. 

Jenseits des großen menschlichen Leids bindet diese Entwicklung auch dringend für das Angehen elementarster Herausforderungen benötigte Kapazitäten und Ressourcen. Damit meine ich nicht nur die Pandemie und ihre Folgen; sondern vor allem die existenziellen Themen Klimawandel, Umweltzerstörung und Armut. Und ganz konkret stellt sich für Deutschland spätestens jetzt die grundlegende Frage, wie es sich – auch angesichts weiter explodierender Preise – aus der verhängnisvollen Abhängigkeit von fossilen Energieträgern befreit. Diese Fragestellung betrifft dann auch die Wohnungswirtschaft, die so unmittelbar mit den Folgen dieses Konflikts konfrontiert wird.

Und noch eine andere unmittelbare Folge wird dieser Krieg in unserer Nachbarschaft auf uns als soziale Wohnungswirtschaft haben. Zahlreiche Ukrainerinnen und Ukrainer kommen auf der Flucht aus ihrer Heimat auch Deutschland. Diese Menschen brauchen Unterkünfte. Die ersten Mitgliedsunternehmen haben sich schon beim BBU gemeldet, um ihre Bereitschaft zu bekunden, Wohnungen zur Verfügung zu stellen. Weitere werden gerne folgen. Hierfür danke ich Ihnen schon jetzt von Herzen.

Der BBU ist bereits mit der zuständigen Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales in Berlin sowie dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg im Gespräch, was für die Sicherstellung der menschenwürdigen Unterbringung der geflüchteten Menschen geplant ist und wer hier die Koordinierung übernimmt, damit die Hilfsbereitschaft unserer Unternehmen Ansprechpartner*innen hat.

In Berlin steht hierfür das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) als koordinierende Stelle zur Verfügung - Sie können sich dazu an den Leiter der LAF-Kommunikation wenden: Sascha.Langenbach@laf.berlin.de; Mobil: +49 15116254746

Für das Land Brandenburg erwarten wir zeitnah Informationen zum weiteren Vorgehen. 

Speziell für Potsdam wurde von der Stadtverwaltung die E-Mail-Adresse Ukraine-helfen@rathaus.potsdam.de eingerichtet. 

Lassen Sie uns gemeinsam helfen, wo wir können. Sprechen Sie uns an.

Ansprechpersonen

Dr. David Eberhart
Dr.
David
Eberhart

Besonderer Vertreter, Bereichsleiter und Pressesprecher

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
T +49 (30) 89781 - 118